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Mali: Hollande beschreibt Befreiung niederländischer Geisel als glücklichen Zufall

Französische Spezialeinheiten haben in Mali am Montag einen Niederländer befreit, der seit rund vier Jahren von einer Extremistengruppe gefangen

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Mali: Hollande beschreibt Befreiung niederländischer Geisel als glücklichen Zufall

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Französische Spezialeinheiten haben in Mali am Montag einen Niederländer befreit, der seit rund vier Jahren von einer Extremistengruppe gefangen gehalten wurde.

Sjaak Rijke wurde 2011 aus einem Hostel in Timbuktu entführt. Die Soldaten fanden den Mann nun bei einer Operation gegen eine nicht weiter benannte Gruppe am frühen Montagmorgen. Rijke war zuletzt im vergangenen November in einem Video der Gruppe Al-Qaida im Islamischen Magreb (AQIM) zu sehen.

Während die französische Armee von einer gelungenen Operation spricht, beschrieb Frankreichs Präsident Francois Hollande die Befreiung als glücklichen Zufall: “Es war überraschend für unsere Truppen, diese Geisel befreien zu können, wir wussten nicht, dass er dort sein würde. Es ist sehr befriedigend, dass wir in der Lage waren, die Geisel während dieses Angriffs auf die Terroristengruppe lebend zu befreien.”

Rund 3000 französische Soldaten sind seit mehr als zwei Jahren gegen Aufständische im Norden Malis im Einsatz. Vor rund einem Jahr entsandten auch die Niederlande Truppen in das westafrikanischen Land.

Über den Verbleibt eines ebenfalls aus dem Hostel entführten Schweden und eines Südafrikaners machten die französischen Behörden keine Angaben.

Rijke soll demnächst die Reise in die Heimat antreten. “Ich hoffe, dass er wieder in sein altes Leben zurückfindet”, so ein ehemaliger Kollege Rijkes bei einem niederländischen Eisenbahnunternehmen. “Ob es nun seine Arbeit mit den Zügen ist, oder etwas anderes. Ich hoffe, er wird glücklich.”