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Nach Anschlag auf Fenerbahce: Türkischer Fußballverband setzt Liga aus

Der türkische Fußballverband hat den Spieltag am kommenden Wochenende abgesagt. Grund ist der Anschlag auf den Mannschaftsbus des Erstligisten

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Nach Anschlag auf Fenerbahce: Türkischer Fußballverband setzt Liga aus

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Der türkische Fußballverband hat den Spieltag am kommenden Wochenende abgesagt. Grund ist der Anschlag auf den Mannschaftsbus des Erstligisten Fenerbahce Istanbul am Samstag, bei dem der Fahrer verletzt wurde. Fenerbahce hatte ein Aussetzen der Liga gefordert.

Meinung

Keiner von uns will ins Stadion gehen und sich ein Spiel ansehen und die Spieler sind nicht Willens auf dem Rasen zu stehen.

Man gehe von einem Terroranschlag aus, so die Begründung des Fußballverbandes für die Spielpause. Die Vereine stehen hinter dieser Entscheidung, so Göksel Gümüsdag, Präsident der Vereinigung der türkischen Fußballklubs: “Keiner von uns will ins Stadion gehen und sich ein Spiel ansehen und die Spieler sind nicht Willens auf dem Rasen zu stehen. Alle Mitgliedsvereine haben sich dafür entschieden, diesen Schritt zu unterstützen.”

Ganz so geschlossen stehen die Fans in Istanbul nicht hinter der Entscheidung für eine Spielpause.
“Ich glaube nicht, dass das eine Lösung ist”, so der Istanbuler Soner Yildiz. “Ich glaube, dass es trotzdem andere Anschläge geben könnte.”

Der Istanbuler Bahri Kabadayi sieht das ähnlich: “Das war kein Angriff auf den Fußball, das war ein Angriff auf die Türkei, aber was soll das Aussetzen der Liga für eine Woche bringen? Genau so gut könnten es zwei Wochen sein.”

Die Hintergründe der Tat sind noch ungeklärt. Fenerbahce kündigte einen Boykott an, bis die Motive für den Anschlag nach einem Auswärtsspiel beim Erzfeind Caykur Rizespor bekannt seien. Der Istanbuler Verein war 2011 in einem Manipulationsskandal zulasten des Rivalen verwickelt.