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Arbeitsvermittlern geht die Arbeit aus

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Arbeitsvermittlern geht die Arbeit aus

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Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im März wieder unter drei Millionen gefallen. Sie ging um 85.000 auf 2,932 Millionen zurück, so die Bundesagentur für Arbeit. Das sind 123.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote
ging um 0,1 Punkte auf 6,8 Prozent zurück. Im Schnitt der letzten drei Jahre sei die Arbeitslosigkeit im März weniger stark gesunken, nämlich um 75 000 statt wie in diesem Jahr um 85 000. Das letzte Mal gab es 1991 in einem März so wenige Erwerbslose.

Dass die Arbeitslosigkeit tatsächlich auch von der Konjunktur
gedrückt wird, zeigt die saisonbereinigte Zahl: Sie
ging um rund 15.000 auf 2,798 Millionen zurück. Die um
jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosigkeit nahm im Westen Deutschlands um gut 8.000 ab, im Osten sank sie um mehr als 6.000. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten stieg im Januar saisonbereinigt um 76.000 auf 30,32 Millionen – ein Zuwachs von 585.000 binnen Jahresfrist.

Im März waren bei den Arbeitsagenturen 542.000 offene Stellen gemeldet, 66.000 mehr als vor einem Jahr. “Besonders gesucht sind zur Zeit Arbeitskräfte in den Berufsfeldern Mechatronik, Energie- und Elektrotechnik, Verkauf und Metallerzeugung, Maschinen- und Fahrzeugtechnik”, erklärte die BA. “Es folgen Berufe in Verkehr und Logistik sowie Gesundheitsberufe.”

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) treibt wegen des Aufschwungs den eigenen Stellenabbau voran. „Natürlich passen wir uns den Veränderungen am Arbeitsmarkt an“, sagte BA-Vorstand Heinrich Alt (“Handelsblatt”). Die langfristig sinkende Arbeitslosigkeit erlaube es der Behörde, bis 2019 rund 17.000 Stellen bei den Arbeitsagenturen in Deutschland abzubauen.

Alt kritisierte in dem Zusammenhang die Belastung der Mitarbeiter durch Bürokratie und forderte neue gesetzliche Regeln, damit nicht länger die Hälfte des BA-Personals Hartz-IV-Leistungen berechnen müsse. Es wäre schon eine große bürokratische Entlastung, wenn es gelänge, die Krankenversicherungsbeiträge nicht mehr für jeden Hartz-IV-Empfänger einzeln zu berechnen, sondern sie pauschal an den Gesundheitsfonds abzuführen.

su mit dpa