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Erdogan in Teheran: Kriegsgegner Türkei und Iran demonstrieren Einigkeit

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Erdogan in Teheran: Kriegsgegner Türkei und Iran demonstrieren Einigkeit

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Der Konflikt im Jemen war auch Thema beim Besuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Teheran. Er und sein iranischer Kollege Hassan Ruhani demonstrierten trotz unterschiedlicher Standpunkte Einigkeit. Die Türkei befürwortet die saudisch angeführte Militäroperation im Jemen – der Iran fordert ein Ende der Offensive und gilt als Unterstützer der Huthi-Rebellen. Ruhani: “Wir beide wollen, dass der Konflikt und das Blutvergießen im Jemen aufhören. Die ausländischen Angriffe im Jemen müssen beendet werden.”

Ankara und Teheran sind auch im syrischen Bürgerkrieg Gegner. Erdogan äußerte sich nicht spezifisch zu einem Konflikt, sondern sagte mit Blick auf die gesamte Region: “Zusammen müssen wir dem Blutvergießen und dem Morden ein Ende setzen.”

Detailliertere Angaben machten beide Präsidenten nicht. Im Mittelpunkt des Besuchs stand die Ausweitung der Wirtschaftsbeziehungen. Erdogan zufolge lag das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern im vergangenen Jahr bei 14 Milliarden Dollar (ca. 13 Mrd. Euro). Damit liege man weit hinter dem angestrebten Ziel von 30 Milliarden Dollar (ca. 28 Mrd. Euro). Die Delegationen unterschrieben acht Verträge, unter anderem im Energiebereich.