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Euro schwach, Wirtschaft stark

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Euro schwach, Wirtschaft stark

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Die Wirtschaft der Euro-Zone wächst so stark wie seit Jahren nicht.

Der gemeinsame Einkaufsmanagerindex für Industrie und Dienstleister kletterte im März um 0,7 auf 54,0 Punkte, so das Markit-Institut zu seiner Umfrage unter 5.000 Unternehmen. Das Barometer signalisiert ab 50 Zählern wachsende Geschäfte.

“Noch ist ungewiss, ob die Wirtschaft der Euro-Zone ausreichend Dynamik entwickelt, um eine kräftige und nachhaltige Erholung zu sichern”, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. “Sicher ist jedoch, dass die Euro-Zone derzeit den stärksten Wachstumsschub seit dem Jahr 2011 verzeichnet.”

Die Unterschiede zwischen den Ländern bleiben erheblich. “Irland und Spanien halten sich weiter an der Spitze, gefolgt von Deutschland”, so Markit. In Deutschland beschleunigten die Dienstleister im März den dritten Monat in Folge ihr Wachstum. Der Einkaufsmanagerindex stieg um 0,7 auf 55,4 Punkte, den höchsten Wert seit einem halben Jahr. In Italien und Frankreich fiel das Wachstum dagegen bescheiden aus.

“Für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends gibt es keine Garantie”, warnte Williamson. “Denn die Griechenland-Krise stellt nach wie vor eine ernsthafte Bedrohung für die Stabilität der Euro-Zone dar.” Unter dem Strich signalisierten die Daten, dass die Wirtschaft im ersten Quartal um 0,3 Prozent gewachsen sei.

Die Unternehmen hätten Rückenwind von steigenden Löhnen, niedriger Inflation und Rekordbeschäftigung. “Die europäischen Industrieunternehmen profitieren derzeit in doppelter Hinsicht vom schwachen Euro: Er erhöht die Wettbewerbsfähigkeit auf den Exportmärkten und verteuert die Importe von Konkurrenzprodukten in die Eurozone”, so Williamson.

su mit Reuters