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"Imagina Dental": Das Neueste aus der Zahnmedizin

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"Imagina Dental": Das Neueste aus der Zahnmedizin

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Augen zu, Mund auf! Hieß es auch diesmal wieder auf der “Imagina Dental” in Monaco. Die Messe für 3D-Simulation und Visualisierung widmet sich schon

Augen zu, Mund auf! Hieß es auch diesmal wieder auf der “Imagina Dental” in Monaco. Die Messe für 3D-Simulation und Visualisierung widmet sich schon seit einigen Jahren voll und ganz der Zahnheilkunde, ein Bereich, in dem innovative Technologien verstärkt zum Einsatz kommen. Hersteller aus aller Herren Länder präsentierten ihr Angebot: neue Diagnose und Behandlungsgeräte oder bildgebende Verfahren. Eröffnet wurde die Messe von Fürst Albert von Monaco höchstpersönlich.

Cécile Enrici, Event Managerin: “Die ‘Imagina Dental’ ist das jährliche Treffen der Dentalindustrie im Bereich der 3D-Technologien. In diesem Jahr haben wir den Schwerpunkt auf die Zahn-Ästhetik gelegt, denn es ist wichtig zu zeigen, dass die Behandlung nicht bei den Zähnen aufhört, sondern auch das ästhetische Gesamtbild mit einschließt.”

Sprich: Wer künftig perfekt lächeln möchte, sollte auch perfekt behandelt werden. Gerade im Bereich der Kieferorthopädie ist die Forschung um Einiges vorangekommen, meint euronews-Reporter Claudio Rocco.

“Wir alle erinnern uns an die Zahnspangen unserer Kindheit, viel Eisen, nicht besonders ansehnlich. Das war einmal: Die Technologie hat Riesenfortschritte gemacht.”

Stéphane Bouchon, Sirona: “Das ist die neueste Technik, ein Apparat, der dasselbe Ergebnis erzielt, aber wesentlich diskreter ist. Anhand einer 3D-Aufnahme stellen wir das Modell für eine weniger invasive kieferorthopädische Behandlung her.”

Die Plastikspange ist quasi unsichtbar und angeblich bakterienresistent. Die Herstellung erfolgt vollautomatisch nach dem Gebissabdruck.

Ausgezeichnet mit dem Sonderpreis der Messe, dem “Imagina Dental Award”, wurde in diesem Jahr die digitale Zahntechnik eines österreichischen Unternehmens, die es ermöglicht, Zahnersatz äußerst schnell herzustellen und extrem präzise anzupassen.

Maximiliano Gonzalez, Amann Girrbach:
“Nehmen wir an, der Zahnarzt möchte einen totalen Zahnersatz für einen Patienten herstellen, der keine Zähne mehr hat. Er macht einen Abdruck, der anschließend mit Gips gefüllt wird. Das ist das Ausgangsmodell. Dieses Modell geben wir in den Scanner und fertigen ein dreidimensionales Bild an. Das 3D-Bild ermöglicht uns, mit unserer Designsoftware die Zähne perfekt an den Patienten anzupassen. Der Zahnersatz wird in eine Wachsbasis mit individuell gefertigten Zahnfächern eingesetzt für die perfekte Anpassung. Das ist wie Lego, die Zähne werden einer nach dem anderen eingesetzt.”

Ein Problem der modernen Zahnmedizin ist die Strahlenbelastung, der ein Patient durch Röntgenaufnahmen ausgesetzt ist. Dem kann die moderne Technik Abhilfe schaffen. Neue, sogenannte Kombigeräte für 2- und 3-dimensionales Röntgen, setzen deutlich weniger Strahlen ein. Die Belastung ist angeblich um ein Fünftel geringer als bei herkömmlichen Panoramaaufnahmen.
Dieses Modell eines finnischen Herstellers (Instrumentarium) kann vielfältig eingesetzt werden, nicht nur in der Zahnmedizin. Zum Beispiel in der Pädiatrie oder bei Patienten in der Chemotherapie. Überall dort, wo eine besonders geringe Strahlendosis wichtig ist.

Zum Schluss noch ein Blick in die Höhle des Löwen, mit der Dentalkamera (Euromax Monaco), mit der sich das Zahnmaterial aus nächster Nähe begutachten lässt. Die ultraleichte Sonde ist mit zehn Miniaturkameras und LED-Leuchten ausgestattet und liefert hochpräzise 3D-Bilder. Diese kann der Arzt auf dem Kontrollbildschirm berührungslos manipulieren, Dank Gestenerkennung.