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Menschenrechtsgericht verurteilt Italien wegen Folter

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Italien wegen Folter verurteilt. Die Richter werteten einen Polizeieinsatz am Rande des

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Menschenrechtsgericht verurteilt Italien wegen Folter

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Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Italien wegen Folter verurteilt. Die Richter werteten einen Polizeieinsatz am Rande des G8-Gipfeltreffens 2001 in Genua als Folter. Ein Demonstrant sei dabei grundlos geschlagen und getreten worden. Das Gericht in Straßburg sprach dem Kläger einen Schadensersatz in Höhe von 45.000 Euro zu.

Straßenschlachten zwischen Globalisierungesgegnern und Polizisten hatten damals das Gipfeltreffen der sieben größten Wirtschaftsnationen und Russlands überschattet. Die Sicherheitskräfte waren unter anderem in eine Schule eingedrungen, die Demonstranten als Schlafplatz nutzten, und hatten 60 Menschen verletzt, mehrere von ihnen schwer. Bei einem anderen Vorfall hatte die Polizei einen Demonstranten durch Schüsse getötet.

Wegen ihres brutalen Vorgehens waren 2012 insgesamt 25 Polizisten zu Haftstrafen verurteilt worden.