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Russland: Brand auf Atom-U-Boot "Orjol" gelöscht

Der Brand auf dem russischen Atom-U-Boot “Orjol” ist gelöscht, das berichten Agenturen unter Berufung auf die Werft in der Hafenstadt Sewerodwinsk

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Russland: Brand auf Atom-U-Boot "Orjol" gelöscht

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Der Brand auf dem russischen Atom-U-Boot “Orjol” ist gelöscht, das berichten Agenturen unter Berufung auf die Werft in der Hafenstadt Sewerodwinsk. Die Feuerwehr hatte beschlossen, das Trockendock zu fluten. Die Operation habe etwa drei Stunden gedauert. Es sei niemand zu Schaden gekommen.

Der Vorfall ereignete sich in der Region Archangelsk, im Norden des europäischen Teils Russlands. Das U-Boot fing vermutlich bei Schweißarbeiten Feuer. Die “Orjol” wird seit Ende 2013 repariert. Laut Verteidigungsministerium befanden sich bei Ausbruch des Brands kein nuklearer Brennstoff und keine Waffen mehr an Bord. In der Umgebung der Werft sei keine erhöhte Strahlung gemessen worden.

In Russland kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu schweren Bränden bei Arbeiten an Atom-U-Booten, so 2013 in der Pazifikstadt Bolschoi Kamen und 2011 in einer Werft bei Murmansk. Das U-Boot Jekaterinburg hatte russischen Medien zufolge nukleare Sprengkörper geladen. Dies widerspricht der offiziellen Version, der zufolge keine Raketen an Bord waren.

Der Direktor der Umweltorganisation Greenpeace in Russland, Iwan Blokow, sagte, auch wenn keine Strahlungsgefahr bestehe, sei der Brand ein “Alarmsignal”. Er forderte eine Abkehr von der Atomkraft.