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Todesstrafe oder lebenslänglich? Geschworene beginnen Beratungen im Prozess um Anschläge auf Boston-Marathon

Der Prozess um die Anschläge auf den Boston-Marathon geht in die nächste Runde: Staatsanwaltschaft und Verteidigung haben ihre Plädoyers beendet. Die

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Todesstrafe oder lebenslänglich? Geschworene beginnen Beratungen im Prozess um Anschläge auf Boston-Marathon

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Der Prozess um die Anschläge auf den Boston-Marathon geht in die nächste Runde: Staatsanwaltschaft und Verteidigung haben ihre Plädoyers beendet. Die Geschworenen beginnen ihre Beratungen.

Die Verteidigung will die Todesstrafe für den Angeklagten Dschochar Zarnajew verhindern. Sie argumentierte, der heute 21-Jährige habe unter dem Einfluss seines älteren Bruders gehandelt, der bei einer Verfolgungsjagd getötet wurde. Die Staatsanwaltschaft warf dem Angeklagten eindeutig terroristische Motive vor. Die Brüder hätten sich als Gotteskrieger verstanden und Amerika bestrafen wollen, als sie die zwei Bomben legten.

Ein Schuldspruch gilt als sicher. Fraglich ist, ob Zarnajew lebenslang oder zum Tode verurteilt wird. Ihm wird vorgeworfen, bei dem Anschlag 260 Menschen zum Teil sehr schwer verletzt zu haben. Zudem soll er für den Tod von drei Zuschauern verantwortlich sein, darunter auch ein 8-Jähriger. Auch der Tod des Polizisten Sean Collier soll auf das Konto der Brüder gehen. Sie sollen ihn auf ihrer Flucht erschossen haben, als sie versuchten, an seine Waffe zu gelangen.