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UN-Sicherheitsrat zu Jarmuk: "Diese Verbrechen dürfen nicht ungesühnt bleiben"

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ist besorgt über die Lage im palästinensischen Flüchtlingslager Jarmuk in Syrien, das unter Beschuss der

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UN-Sicherheitsrat zu Jarmuk: "Diese Verbrechen dürfen nicht ungesühnt bleiben"

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Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ist
besorgt über die Lage im palästinensischen Flüchtlingslager Jarmuk in Syrien, das unter Beschuss der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) liegt.

Internationale Helfer beschrieben die Situation der Menschen als dramatisch. Es fehle an Wasser, Strom, Lebensmitteln und Medikamenten.

Die IS-Miliz hatte am Mittwoch mit der Offensive begonnen. Eine palästinensische Bürgerwehr versucht das Lager zu verteidigen.

Das Jarmuk-Viertel liegt im Süden von Damaskus, nur wenige Kilometer vom Amtssitz des syrischen Machthabers Baschar al-Assad entfernt.

Dina Kawar, UN-Botschafterin Jordaniens, sagte in New York:

“Der UN-Sicherheitsrat verurteilt aufs Schärfste die schwerwiegenden Verbrechen gegen 18.000 Zivilisten. Wir betonen: Diese Verbrechen dürfen nicht ungesühnt bleiben.”

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London kontrollierte der IS rund 90 Prozent des Gebiets des Flüchtlingslagers.

Hilfslieferungen erreichten das Gebiet praktisch nicht mehr.

Vor dem Bürgerkrieg in Syrien lebten im Camp Jarmuk rund 150.000 Palästinenser, die aus Israel geflohen waren.