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China automüde, Westeuropa autowach

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China automüde, Westeuropa autowach

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In China nehmen immer mehr Bürger innerlich vom Auto Abstand. Teure Zulassung, Staus und Treibstoffkosten gehören zu den Gründen, warum ein erheblicher Anteil der Städter auf das Auto verzichten könnte, so eine Studie der Unternehmensberatung Bain. So würden etwa bis zu 31 Prozent automüde, wenn der Benzinpreis um knapp ein Drittel stiege.
Jeder Dritte wäre bereit zum Ausstieg, wenn der Verkehr noch dichter und langsamer würde.

“Ein Auto ist nicht mehr so cool wie vor fünf Jahren”, sagte Raymond Tsang, Bain-Partner in China und Co-Autor der Studie.

Auf der anderen Seite sind immer mehr Menschen in Westeuropa nach Jahren der Rezession bereit für einen Besuch beim Autohändler.

Im März wurden in Westeuropa 10,7 Prozent mehr Autos gekauft als im Vorjahr, wobei die regionale Erholung auch Frankreich nicht mehr auslasse, so Branchendaten. Hier stiegen die Zulassungen um 9,3 Prozent. Spanien, Italien und Portugal erholten sich weiter mit zweistelligem Umsatzwachstum von ihrem Nachfragezusammenbruchs nach der Finanzkrise 2008.

Die Anmeldungen seien im letzten Monat insgesamt auf 1,56 Millionen Autos gestiegen, von 1,41 Millionen im Jahr zuvor, so Zahlen der Unternehmensberatung LMC Automotive.

“Endlich erholt sich der Markt nach Jahren der Underperformance”, sagte Analyst LMC Jonathon Poskitt.

Das solide Umsatzwachstum in Europas fünf größten Märkten werde angefacht von einer “Verbesserung des Verbrauchervertrauens” in der gesamten Region.

su mit Reuters