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Obama als erster Präsident seit Reagan in Jamaika

Zuerst Karibik- dann Amerika-Gipfel: Barack Obama demonstriert die Führungsposition der USA in der Region während Beziehungen mit Venezuela angespannt bleiben.

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Obama als erster Präsident seit Reagan in Jamaika

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Barack Obama ist zum Gipfeltreffen der Karibik-Gemeinschaft Caricom in Jamaika eingetroffen. Es ist der erste Besuch eines US-Präsidenten seit Ronald Reagan im Jahr 1982. Premierministerin Portia Simpson-Miller begrüßte ihn am Flughafen in Kingston. Auf den Spuren der Geschichte Jamaikas besuchte Obama das Bob-Marley-Museum.

Am Abend wird er zum Amerika-Gipfel nach Panama weiterreisen. Dort wird Obama auf seinen kubanischen Amtskollegen Raul Castro treffen. USA und Kuba hatten im vergangenen Dezember überraschend angekündigt, nach mehr als 50 Jahren Eiszeit, diplomatische Beziehungen wieder aufnehmen zu wollen. Es ist das erste Mal seit 1962, dass Kuba an dem Treffen der 35 Staats- und Regierungschefs der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) teilnimmt. Washington hatte damals, drei Jahre nach der Revolution, den Ausschluss Havannas aus der OAS bewirkt.

Überschattet wird das Gipfeltreffen am Freitag und Samstag von den angespannten Beziehungen zwischen den USA und Venezuela. Der venezolanische Präsident Nicolas Maduro will Obama in Panama eine Petition für die Aufhebung der von den USA verhängten Sanktionen gegen mehrere ranghohe venezolanische Funktionäre vorlegen. In einem Telefonat mit der brasilianischen Präsidentin Dilma Roussef entspannte sich Maduro dennoch um Entspannung: er setzt bei dem Treffen auf “gegenseitigen Respekt der nationalen Souveränität” um die Spannungen zu verringern.

Gegner und Anhänger der Regierung in Caracas protestierten in den Straßen von Panama City. Bei Auseinandersetzungen mit der lokalen Polizei wurden zwei Demonstranten festgenommen.

Kuba hat sich in dem Streit hinter seinen sozialistischen Verbündeten Venezuela gestellt.