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Sports United: Neue Regeln sollen Wasserball spannender machen

In dieser Folge von Sports United haben wir folgende Themen: Curling-WM, Volvo Ocean Race, Schach-WM der Frauen, Tischtenniswunderkind Mima Ito und neue Regeln im Wasserball.

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Sports United: Neue Regeln sollen Wasserball spannender machen

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Curling

Meinung

Es geht jetzt weniger um's Schwimmen.

Halifax im kanadischen Nova Scotia war Gastgeber der 57. Curling-WM der Herren. Die polierten Granitsteine wurden immer wieder übers Eis geschickt, bis nur noch zwei Teams übrige waren, um Gold zu kämpfen. Titelverteidiger Norwegen hoffte, die Krone als erste europäische Nation aufbehalten zu können. Im Weg standen ihnen dabei allerdings ihre Nachbarn aus Schweden.

Schweden gelang ein perfekter Start im Scotiabank Centre. Skip Niklas Edin, der vor zwei Jahren mit einem anderen Team den WM-Titel gewonnen hatte, half dabei, im ersten End drei Punkte abzustauben, wodurch Norwegen sofort ins Hintertreffen geriet. Aber die Norweger rafften sich auf, Skip Thomas Ulsrud und sein Team schafften es, zu den Schweden aufzuschließen und sie sogar teils zu überrunden.

Allerdings machten die Schweden dann ein weiteres Triple im fünften End und dann noch eines im siebten. Norwegen erkannte, dass die Lage nicht zum Besten stand. Schließlich hob Ulsrud die Hände und gestand die Niederlage ein, der Titel ging an Schweden. Edin und die Seinen feierten ihren zweiten WM-Triumph in drei Jahren, der nun noch zur EM-Krone vom vergangenen Jahr dazukommt.

Volvo Ocean Race
Die Teilnehmer des Volvo Ocean Races haben gerade die fünfte Etappe ihres aufreibenden Wettbewerbs rund um die Welt beendet. Nach dieser letzten Anstrengung von Neuseeland nach Brasilien, die eine aufreibende Fahrt durch den Südlichen Ozean beinhaltete, gibt es nun einen neuen Gesamtführenden: Abu Dhabi Ocean Racing hat die fünfte Etappe des Volvo Ocean Race gewonnen. Der britische Skipper Ian Walker und seine Crew bewältigten die fast 7000 nautische Meilen lange Strecke von Auckland nach Itajai in 18 Tagen, 23 Stunden und 30 Minuten. Es war der zweite Erfolg des Teams bei dieser Ausgabe des Rennens: Schon Etappe nummer eins ging an Abu Dhabi. In der Gesamtwertung stehen sie nun mit sieben Punkten Vorsprung vor der chinesischen Dongfeng an der Spitze, den Chinesen vermasselte ein Mastbruch die Etappe. Mapfre, die Gewinner der vierten Etappe, fuhren auf Platz zwei, Skipper Iker Martínez und seine Mannschaft kamen 32 Minuten nach Abu Dhabi im brasilianischen Ziel an. Etappe sechs startet am 19. April und führt die Flotte nach Newport in den USA.


Schach-WM der Frauen
Nach den Problemen im vergangenen Jahr um den Austragungsort wurde die Knock-Out-WM auf 2015 verschoben. Vergangene Woche fand sie in Sotschi statt, was bedeutet, dass die Uhr für die neue Großmeisterin weiterläuft, da sie ihren Titel noch im selben Jahr verteidigen muss.

Nach drei Wochen hirnfordernder Anstrengungen hat es die Ukrainerin Marija Musytschuk geschafft: Sie ist die 15. Schachweltmeisterin. Im Finale von Sotschi schlug die 22-Jährige ihre russische Gegnerin Natalija Pogonina mit 2,5:1,5. Im Laufe dieses Jahres wird Musytschuk ihren frisch gewonnenen Titel gegen die chinesische Herausforderung und zweifache Großmeisterin der Frauen Hou Yifan verteidigen müssen.

Spotlight: Das Ping-Pong-Wunderkind Mima Ito
Ein Wunderkind ist eine junge Person mit außergewöhnlichen Fähigkeiten – und Mima Ito ist so ein Wunderkind. Schauen wir uns diese japanische Ping-Pong-Sensation einmal an, die gerade dabei ist, die Tischtenniswelt im Sturm zu erobern.

Mima Ito ist es schon gewohnt, für Schlagzeilen zu sorgen. Mit 10 Jahren wurde sie die jüngste Gewinnerin eines Spiels bei der regulären japanischen Tischtennismeisterschaft. Vergangenes Jahr gewann sie das Frauen-Doppel bei den German Open mit ihrer damals 13-jährigen Mitspielerin Miu Hirano. Die beiden wurden damit zu den bis dato jüngsten Gewinnerinnen eines Doppels auf der World Tour. Deutschland scheint ein gutes Pflaster für Ito zu sein, die hier ein weiteres Kapitel in die Geschichtsbücher schrieb. Mit 14 Jahren und 152 Tagen wurde sie zur jüngsten Gewinnerin der Tour, als sie die Deutsche Petrissa Solja im Finale um den German-Open-Titel besiegte.


Derzeit ist Ito in der Weltrangliste auf Platz 15. Und sie will weiter nach oben. Nächstes Ziel: Gold bei der Olympiade in Rio de Janeiro.

#ITTFWorldTourIncroyable Mima Ito ! La Japonaise remporte le World Tour d'Allemagne à 14 ans et 152 jours, nouveau record !Un autre record est tombé à Brême… ► http://bit.ly/Fin_GER

Posted by FFTT – Fédération Française de Tennis de Table on Montag, 23. März 2015

INSIDE SPORT: Neue Regeln für Wasserball
Im Sport werden die Regeln hin und wieder verändert, um das Spiel zu verbessern oder die Spannung für Zuschauer zu erhöhen. Wasserball ist da keine Ausnahme. In dieser Saison wurden einige Regeln verändert und getestet. Änderungen, die einige Wellen im Sport geschlagen haben. Im Oktober vergangenen Jahres teilte der internationale Schwimmverband FINA der Wasserballwelt mit, dass 2015 ein paar neue Regeln getestet würden. Ein Ziel ist es, das Tempo zu steigern und ebenso die gesamte Attraktivität dieser Sportart. So wurde das Spielfeld von 30 auf 25 Meter verkürzt.

Manuel Ibern vom FINA: “Es ist notwendig, etwas zu verändern, denn wir haben echte Probleme mit diesem Sport. Es gibt keine Bewegung, der Ball wird zu stark kontrolliert. Ich denke, der Sport muss sich in eine andere Richtung entwickeln.”

Der brasilianische Spieler Felipe Perrone meint: “Es ist einfach anders. Für das Publikum wird es sicher spannender, ein schnelleres, dynamischeres Spiel. Die einzige Sache, die mir Sorgen macht, ist, dass wir mehr Zeit für die Angriffe haben und das zu mehr Ausschlüssen führt. Das kann in einem hochklassigen Spiel passieren.”

Auch wenn weithin anerkannt ist, dass sich im Wasserball etwas ändern muss, um die Sportart beliebter zu machen, ist die Größe des Beckens ein Streitthema unter Spielern und Trainern.

Der US-Spieler Tony Azevedo ist kritisch. “Für mich ist das jetzt sehr unbequem, ich bin es gewohnt, die Konter zu starten, und das in 30-Meter-Becken. Jetzt erscheint das Spiel etwas gröber zu sein, es geht nicht mehr so sehr um das Schwimmen, sondern ums Zupacken. Das ist das, was ich bisher beobachtet habe.”

Die Verkleinerung des Spielbeckens soll für mehr Bewegung sorgen, mehr Kreativität, mehr Tempo und mehr Tore. Und beim Intercontinental Tournament in Kaliforniern gab es mehr Tore, 61 mehr als vergangenes Jahr, um genau zu sein. Ob das ausreicht, um Wasserball beliebter zu machen, dass wird die Zeit zeigen.