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"Danke Norwegen" - Moldauer Winzer bedanken sich per Video für überlebenswichtigen Export

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"Danke Norwegen" - Moldauer Winzer bedanken sich per Video für überlebenswichtigen Export

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Die Republik Moldau ist ein Binnenstaat in Südosteuropa, im Westen Rumänien, im Norden, Osten und Süden die Ukraine. Norwegen ist weit weg. Zwischen den Hauptstädten Kischinau und Oslo liegen 1.857 Kilometer.

Trotzdem lieben Moldauer die Norweger.

Einige Weinbauern haben ein Video produziert. Auf Norwegisch. “Ich war noch nie in Norwegen”, sagt einer. “Und ich komme wahrscheinlich nie dorthin”, der nächste. “Und ich bin stolz, unseren Wein dorthin zu exportieren,” der dritte.

Denn Norweger trinken den Wein der Moldauer, 40.000 Flaschen pro Jahr.

Victor Bostan, Direktor Purcari Winery:

“Das war eine sehr lange Prozedur, bis alles richtig getestet, verifiziert und akzeptiert war. So eine Entscheidung dauert mindestens ein halbes Jahr”.

Seit 2006 ist das Verhältnis Moldawiens zum früheren Hauptabnehmer Russland gestört, das zuvor vier von fünf Flaschen abgenommen hatte.
2009 war Moldawien mit fünf weiteren Ex-Sowjet-Staaten der Östlichen Partnerschaft der EU beigetreten. Seit September 2013 geht nach Angaben der Moldauer nichts mehr.

Moldawien ist einer der ärmsten Staaten Europas, mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von weniger als 1.900 Euro pro Kopf. Ein Viertel der Bevölkerung schickt aus dem Ausland Geld nach Moldawien – das macht in der Summe mehr aus als dessen BIP.

Und jetzt Norwegen. Politisch völlig unverfänglich. Nicht mal in der EU.

“Danke Norwegen”

su