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Eurozone hat für 5 Prozent der Wirtschaftsleistung Banken gerettet

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Eurozone hat für 5 Prozent der Wirtschaftsleistung Banken gerettet

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Irlands Bankenrettungen haben das Land den Gegenwert von fast 40 Prozent einer jährlichen Wirtschaftsleistung gekostet – das meiste werden die Steuerzahler wahrscheinlich nie wiedersehen. Die Kosten der Bankenrettung in der Eurozone und Großbritannien in der Krise von 2008 bis 2013 haben Analysten der Europäischen Zentralbank ausgerechnet – und wieviel davon in irgendeiner Weise wieder auftauchen könnte.

Danach war der ganzen Eurozone ihre Finanzbranche bis Ende 2013 so viel wie 5,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts wert – das entspricht etwas mehr als 500. Milliarden Euro.

Mit großen Unterschieden zwischen den Ländern:
Irland führt die Liste an mit einem Aufwand von 37,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) – vermutlich zwei Drittel davon auf Nimmer Wiedersehen. Gefolgt von Griechenland mit 24,8 Prozent, hiervon ist die Hälfte weg und Slowenien mit 14,2 Prozent.

Deutschland ließ mehr als ein Zehntel der Wirtschaftsleistung für bedrohte Banken springen – allerdings mehr als zwei Drittel mit Gegenwert.

Frankreich, Italien, Finnland, der Slowakei und Estland wandten so gut wie nichts auf.

“Die Lage ist sehr heterogen,” so die EZB- Forscher Henri Maurer und Patrick Grussenmeyer.

Nicht in den Zahlen enthalten sind die indirekten Kosten der Krise – langsameres Wachstum, höhere Arbeitslosigkeit und die Explosion der Staatsschulden in der Eurozone.

su mit Reuters