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Hillary Clintons neue Strategie auf dem Weg ins Weiße Haus

Als Hillary Clinton sich das letzte Mal für den höchsten Posten der Vereinigten Staaten von Amerika bewarb, warfen Kritiker ihr vor, sie habe keine

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Hillary Clintons neue Strategie auf dem Weg ins Weiße Haus

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Als Hillary Clinton sich das letzte Mal für den höchsten Posten der Vereinigten Staaten von Amerika bewarb, warfen Kritiker ihr vor, sie habe keine richtige Botschaft, sei arrogant und gegenüber ihren Wählern zu distanziert.

Ihre Kompetenz wurde jedoch nie infrage gestellt, aber vielen war sie nicht emotional genug. Nur in wenigen Momenten ließ sie ihren Gefühlen freien Lauf – dazu gehörte der Moment, als sie ihre Kandidatur zugunsten von Barack Obama zurückzog.

Ihren Unterstützerinnen antwortete sie damals auf die Frage, was ihre Motivation gewesen sei: “Das ist sehr persönlich. Es ist nicht einfach nur ein Wahlkampf. Ich sehe, was um mich herum passiert. Wir brauchen den Wandel.”

Clintons größte Hindernisse könnten sie selbst und ihr Image als Machtpolitikerin sein. Ein Grund dafür, dass sich Clinton zu Beginn ihrer Präsidentschaftskampagne zurückhaltend verhält und als gute Zuhörerin präsentiert.

Die meisten ihrer Rivalen sind unbekannt, während die 67-Jährige schon lange im politischen Geschäft ist. Vier Jahre lang war sie Außenministerin, jeder kennt sie – das ist aber auch ein Problem.

Clinton muss sich neu erfinden und den amerikanischen Durschnittsbürger überzeugen. Genau diesen versucht sie mit ihrem Wahlkampfvideo anzusprechen. Früher war dies die Mittelklasse, nach der langen Wirtschaftskrise spricht sie heute lieber von den “everyday Americans” – den “Alltags-Amerikanern”.

Journalist Ken Thomas dazu: “Viele dieser Menschen, die in diesem Video auftauchen gehören zu Gruppen, die Obamas Koalition zweimal gewählt haben. Lateinamerikanische Wähler, schwarze Wähler, junge Wähler, Frauen. Hillary versucht, diese Gruppen auch wiederzubeleben.”

Für Probleme könnte die noch andauernde Kongress-Untersuchung zu Clintons Reaktion auf die Anschläge gegen das US-Konsulat in Bengasi sein, bei dem vier Menschen starben. Man wirft Clinton vor, die Risiken unterschätzt und das Personal vor Ort nicht ausreichend geschützt zu haben. Zudem wurde bekannt, dass sie ihren privaten E-Mail-Account für ihre Tätigkeiten als Außenministerin nutzte. Es bleibt abzuwarten, ob ihr diese Themen im Wahlkampf schaden. Sollte es Hillary Clinton auf den höchsten Posten des Landes schaffen, wäre sie die erste Präsidentin in der Geschichte der USA.