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Jemen: Stadion und Militärakademie unter Beschuss aus der Luft

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Jemen: Stadion und Militärakademie unter Beschuss aus der Luft

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Das saudi-arabische Militär hat neue Aufnahmen von Luftschlägen gegen mutmaßliche Stellungen der Huthi-Rebellen im Jemen veröffentlicht.

Meinung

Der Strom ist weg, die Menschen haben kein Wasser

Ziele sollen unter anderem ein Stadion in der Hauptstadt Sanaa und eine Militärakademie gewesen sein.

Laut Medienberichten kamen dabei zahlreiche Zivilisten ums Leben.

Ein von Saudi-Arabien geführtes arabisches
Militärbündnis fliegt seit mehr als zwei Wochen Luftangriffe gegen die Huthis.

Die mutmaßlich vom Iran unterstützten schiitischen Rebellen kämpfen gegen sunnitische Anhänger des ins Ausland geflohenen Präsidenten Abed Rabbo Mansur
Hadi.

Nach Angaben regionaler Stämme starteten die Huthis jetzt auch östlich von Sanaa und der strategisch wichtigen Hafenstadt Aden militärische Operationen, um weiter in den Osten des Landes vorzudringen.

Im umkämpften Aden leidet die Zivilbevölkerung massiv unter Versorgungsengpässen und explodierenden Preisen für Lebensmittel und Treibstoffe:

“Brot ist viel zu teuer und alles wird immer schlimmer. Es gibt weder Sicherheit noch Stabilität. Nichts.”

Ein anderer Einwohner von Aden sagte:

“Wir müssen für Brot und Benzin Schlange stehen. Der Strom ist weg, die Menschen haben kein Wasser. Sie haben nichts. Die Regierung muss dringend eine Lösung finden.”

Laut Medienberichten sollen die Huthi-Rebellen inzwischen Teile von Aden kontrollieren.

Saudi-Arabien beschuldigt die Milizen ihre Stellungen und Waffenlager absichtlich in Wohngebieten anzulegen.

Die Vereinten Nationen sprechen von mindestens 600 Todesopfern in den vergangenen 20 Tagen und
warnen vor einer humanitären Katastrophe im Jemen.