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Swissleaks: Erstes Urteil gegen prominente HSBC-Kundin in Frankreich

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Swissleaks: Erstes Urteil gegen prominente HSBC-Kundin in Frankreich

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Die Erbin des Mode- und Parfümunternehmens Nina Ricci ist zu einem Jahr Gefängnis, Geldbußen und der Begleichung von Steuerschulden in Millionenhöhe verurteilt worden. Ein Gericht in Paris befand die 73jährige Arlette Ricci für schuldig, geerbte Millionenbeträge am Finanzamt vorbei in der Schweiz auf Konten der Bank HSBC deponiert zu haben- nach Medienberichten (“The Telegraph”) 18.7 Millionen Euro.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Nach Medienberichten (AFP) wollen Riccis Anwälte das schriftliche Urteil abwarten, bevor sie über eine Berufung entscheiden.

Jean-Marc Fedida, Arlette Riccis Anwalt:

“Sie wollten einen Musterprozess mit einem so klingenden Namen wie möglich – als Mahnung an alle, die nach ihrer Meinung betrügerische Bankkonten im Ausland haben – sich gesenkten Hauptes ihren Ermittlern auszuliefern.”

Es war das erste Urteil im sogenannten Swissleaks-Skandal, der von einem früheren HSBC-Angestellten Hervé Falciani 2009 durch die Weitergabe vertraulicher Bankdaten an die Finanzbehörden ausgelöst wurde.

Über Swissleaks berichteten im Februar 2015 zeitgleich verschiedene Medien in Kooperation mit dem Internationalen Konsortium für investigative Journalisten (ICIJ).

Der damalige französische Finanzminister Eric Woerth, nannte die Zahl von 3.000 französischen Steuerbürgern auf der Liste. Gegen rund 50 wurde und wird ermittelt.

su mit AFP