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Vor britischer Wahl: Pfund unter Druck

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Vor britischer Wahl: Pfund unter Druck

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Das Pfund Sterling hat seine Talfahrt fortgesetzt. Es fiel um bis zu 0,5 Prozent. 1,4563 Dollar – das ist so billig wie zuletzt vor etwa fünf Jahren. Im Gegenzug legte der Euro 0,3 Prozent auf 0,7265 Pfund zu. Börsianern zufolge wirkten die enttäuschenden britischen Konjunkturdaten der vergangenen Woche nach.

Seit Ende Februar hatte das Pfund gegenüber dem Dollar knapp sechs Prozent abgewertet.

Im Februar war das Wachstum der britischen Industrieproduktion – 0,1 Prozent – hinter der Prognose von 0,3 Prozent zurückgeblieben. Das Plus der britischen Bauindustrie – 0,9 Prozent – war nur nur knapp halb so hoch wie erwartet.

Für den Analysten einer Australischen Bank wiegt auch der Faktor Wahl schwer.

Nick Parsons, Head of Research, UK & Europe bei National Australia Bank

“Wir erwarten, dass dieser Druck anhält. Eines ist sicher: So eine Unsicherheit wie in dieser Wahl war noch nie zuvor da.”

Noch Mitte März waren die Geldpolitiker der Bank of England besorgt gewesen über die Aufwertung des britischen Pfundes. Das Pfund hatte sich in den ersten Märzwochen um 2,5 Prozent gegenüber den Währungen der wichtigsten Handelspartner und um 4 Prozent gegenüber dem Euro gefestigt.

Die Wahl war schon damals ein Thema: Aus Sicht von Insidern der Bank of England wäre die Aufwertung noch stärker ausgefallen, gäbe es nicht die Unsicherheit über den Ausgang der britischen Parlamentswahlen im Mai, heißt es in Sitzungsnotizen des geldpolitischen Rats.

su mit Reuters