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Nokia vernetzt sich mit Alcatel-Lucent

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Der finnische Netzwerkausrüster Nokia verhandelt mit dem französischen Rivalen Alcatel-Lucent über einen Zusammenschluss.

Man sei in “fortgeschrittenen Gesprächen”, so beide Unternehmen. Mit der Übernahme könnte Nokia nach dem Verkauf der traditionsreichen Handysparte an Microsoft zu einem Schwergewicht im Netzwerkgeschäft werden. Die anderen sind Ericsson und der chinesische Billiganbieter Huawei.

Netzwerk-Ausrüster liefern Technik für Telekom-Konzerne. Dabei stehen etablierte westliche Anbieter unter verstärktem Druck aggressiver Rivalen aus China. Nokia ist nach dem Verkauf der Handy-Sparte an Microsoft hauptsächlich ein Netzwerkausrüster.

Bisher sei das Ergebnis der Verhandlungen aber noch völlig offen, so die beiden. Nach Medienberichten (Bloomberg) wird über einen kompletten
Zusammenschluss gesprochen, eine Möglichkeit sei aber auch nur die Übernahme des Drahtlos-Geschäfts des französisch-amerikanischen Konzerns Alcatel-Lucent durch Nokia .

Bei einer Fusion würde ein Unternehmen mit einem Marktwert von rund 40 Milliarden Euro entstehen – fast zwei Drittel kämen von Nokia. Zur finanziellen Dimension der Verhandlungen äußerten sich die beiden Unternehmen nicht.

An den Börsen sorgte die Nachricht zu Handelsbeginn für Wirbel. Die Aktie von Alcatel-Lucent stieg zwischendurch um 16 Prozent, das Nokia-Papier gab um sechs Prozent nach.

Während sich Nokia zuletzt dank der Konzentration auf Mobilfunknetze wieder besser schlug, hat Alcatel trotz massiver Bemühungen seit seiner Gründung 2006 keinen Gewinn erzielt.

Alcatel-Chef Michel Combes verfolgt einen Sparkurs, der die Streichung von 10.000 Stellen und den Verkauf von Unternehmensteilen vorsieht.

su mit dpa, Reuters