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USA: Das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur

Sie bereitet sich seit Monaten darauf vor: Hillary Clinton, 67, will es noch einmal wissen. Die einstige First Lady und frühere US-Außenministerin

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USA: Das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur

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Sie bereitet sich seit Monaten darauf vor: Hillary Clinton, 67, will es noch einmal wissen. Die einstige First Lady und frühere US-Außenministerin versucht zum zweiten Mal Präsidentin der USA zu werden. “Ich denke, es ist fair zu sagen: Wollt Ihr nicht irgendwann eine Frau als Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika sehen?”, gibt sie sich selbstbewusst.

Zum zweiten Mal geht Hillary Clinton als Favoritin der Demokraten ins Rennen. Diesmal ist sie aber auch von Beratern Barack Obamas umgeben, Fehler wie bei ihrer letzten Bewerbung im Jahr 2008 will sie vermeiden. Ihre Vergangenheit als First Lady, Senatorin und Außenministerin gibt ihr einen Erfahrungsvorsprung und eine Anerkennung, über die andere Kandidaten nicht verfügen. Allerdings liefert das den Republikanern auch Wahlkampfmunition.

Etwa Marco Rubio, republikanischer Senator von Florida. Er bezeichnet Hillary Clinton als “Frau von Gestern”. Der Sohn kubanischer Einwanderer ist zweisprachig, in Florida geboren und lehnt die Außen- und Sozialpolitik Obamas ab. Nachdem er sich für die Regularisation von elf Millionen Immigranten eigesetzt hatte, machte er einen Rückzieher. Ein Schritt, der ihn bei der hispanischen Bevölkerung teuer zu stehen kommen könnte.

Außer Rubio haben bei den Republikanern auch die Senatoren Ted Cruz und Rand Paul ihre Kandidatur bekannt gegeben. Der 52-jährige Paul gilt als Querdenker und Außenseiter, der mit strikt libertären Ansichten vor allem Tea-Party-Anhänger hinter sich hat. Das politische Credo des Senators aus Kentucky: Kleiner Staat, wenig Steuern, gegen militärische Interventionen. Bemerkenswert ist seine Ablehnung der massiven Überwachung durch den Geheimdienst NSA.

Ted Cruz sitzt zwar erst seit 2013 im Senat, hat aber schon durch bizarre Aktionen von sich reden gemacht – etwa mit 20 Stunden
Dauerreden, wobei er teils aus Kinderbüchern zitierte. Auch der 44-jährige Texaner ist ein Mann der Tea-Party: Gegen Abtreibung, Waffengesetze und gegen “Big Government”. Die Parteibasis liebt ihn, Wechselwähler fürchten ihn.

Eine Kandidatur von Jeb Bush gilt ebenfalls als wahrscheinlich. Der 62-Jährige könnte die Dynastie von Vater und Ex-Präsident George
Bush Senior sowie Bruder und Ex-Präsident George W. Bush fortsetzen Ob sein Nachname ihm im Wahlkampf hilft oder schadet, muss sich allerdings noch zeigen. Der ehemalige Gouverneur von Florida gilt als vergleichsweise moderat und kann dank seiner Kontakte wichtige Spender hinter sich versammeln.