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Vier Jahre nach Fukushima: Gericht bremst Wiederinbetriebnahme von Japans Reaktoren

Die Regierung in Tokio will die Meiler Landes so schnell wie möglich wieder hochfahren – doch nun hat ein japanisches Gericht die geplante

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Vier Jahre nach Fukushima: Gericht bremst Wiederinbetriebnahme von Japans Reaktoren

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Die Regierung in Tokio will die Meiler Landes so schnell wie möglich wieder hochfahren – doch nun hat ein japanisches Gericht die geplante Wiederinbetriebnahme von zwei Reaktoren im Atomkraftwerk Takahama vorerst untersagt.

Die einstweilige Verfügung gilt, obwohl beiden Reaktoren im Februar überprüft wurden und die neuen verschärften Auflagen einhalten. Alle 48 Reaktoren Japans sind derzeit abgeschaltet.

“Diese Entscheidung wurde teilweise wegen der Opfer von Fukushima getroffen”, sagte ein Aktivist vor dem Bezirksgericht in der Provinz Fukui. “An alle jene, die in Fukushima noch immer leiden: Ich hoffe, sie erfahren von dieser Entscheidung. Das war nur dank ihnen möglich.”

Takahama liegt rund 500 Kilometer südlich des Atomkraftwerks Fukushima, das die Experten vier Jahre nach dem Erdbeben und der folgenden Kernschmelze weiter vor ungelöste Probleme stellt.

Ein kabelgesteuerten Kameraroboter, den Betreiber TEPCO am Wochenende zur Inspektion in den extrem stark strahlenden Reaktor Nummer Eins schickte, reagiert inzwischen nicht mehr: Die Verbindung ist abgebrochen.

Hier können Sie den Roboter im No comment Video sehen