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Welthandel wächst schleppend

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Welthandel wächst schleppend

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2014 ist der grenzüberschreitende Handel mit Gütern im Volumen um 2,8 Prozent gewachsen. Damit lag das Wachstum zum dritten Mal in Folge unter 3 Prozent. Der weltweite Handel erholt sich allmählich, aber bedeutend langsamer als von der Welthandelsorganisation (WTO) erwartet. Der langjährige Durchschnitt liegt bei 5,1 Prozent Zuwachs pro Jahr.

WTO-Generaldirektor Roberto Azevêdo nannte die Entwicklung enttäuschend. Und das bleibt wohl noch eine Weile so: Die schwächelnde Weltwirtschaft, niedrige Rohstoffpreise und internationale Krisen verhindern eine zügige Erholung. Für das laufende Jahr wird mit einer leichten Beschleunigung auf 3,3 Prozent und 2016 auf 4 Prozent gerechnet.

Die stärksten Wachstumsraten erwartet die WTO auch für das laufende Jahr in Asien und Nordamerika. Die Exporte der asiatischen Staaten sollen um 5 Prozent zulegen, die der nordamerikanischen Staaten um 4,5 Prozent. Europa landet vermutlich bei 3 Prozent Exportwachstum. .
Azevêdo wies darauf hin, dass das Wachstum beim grenzüberschreitenden Handel nur noch gering über dem Wachstum des globalen Bruttoinlandsproduktes (BIP) liege – bis vor wenigen Jahren sei es etwa doppelt so hoch ausgefallen. Noch sei nicht klar, ob das vielleicht nur eine «Normalisierung» nach der starken Globalisierungswelle der neunziger Jahre ist oder Ergebnis struktureller Veränderungen.

su mit dpa