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Hinterbliebene der "Sewol"-Tragödie gedenken der Opfer

Ein Jahr nach der “Sewol”-Tragödie haben die Angehörigen vor der südkoreanischen Küste der mehr als 300 Opfer gedacht. An Bord eines Schiffes fuhren

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Hinterbliebene der "Sewol"-Tragödie gedenken der Opfer

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Ein Jahr nach der “Sewol”-Tragödie haben die Angehörigen vor der südkoreanischen Küste der mehr als 300 Opfer gedacht. An Bord eines Schiffes fuhren die gut 200 Hinterbliebenen zum Ort der Katastrophe. Am 16. April 2014 war hier die Fähre in gefährliche eitenlage geraten, umgekippt und innerhalb weniger Stunden gesunken. Das Wrack liegt noch immer am Meeregrund.

“Ich muss mir den Moment vorstellen, an dem mein Kind ums Leben kam, ohne Zeit gehabt zu haben, um Hilfe zu rufen. Es ist immer noch hart für mich zu verstehen, was unser wunderbares Kind falsch gemacht hat und warum wir es gehen lassen mussten”, klagt eine Mutter. Ein Vater: Ich habe das Gefühl verrückt zu werden, weil ich meine Tochter vermisse. Ich weiss nicht, was ich noch sagen soll. Ich vermisse sie so sehr, es bricht mir das Herz.”

Auch im Hafen von Paengmok gedachten die Familien ihrer Angehörigen. Von den 476 Menschen an Bord der “Sewol” überlebten lediglich 172, darunter die leitenden Besatzungsmitglieder, die sich mit als Erste retten konnten. Neun Opfer werden noch immer vermisst.

Viele Opfer-Familien werfen Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye vor, ihr Versprechen gebrochen zu haben, das fast 7000 Tonnen schwere Schiff vom Meeresgrund heben zu lassen.