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Iranischer Außenminister: Ausland soll sich nicht im Jemen einmischen

Der iranische Außenminister Mohamed Dschawad Sarif hat in einem Interview mit euronews jede Einmischung des Auslands in jemenitische Angelegenheiten

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Der iranische Außenminister Mohamed Dschawad Sarif hat in einem Interview mit euronews jede Einmischung des Auslands in jemenitische Angelegenheiten kritisiert. Sarif sagte: “Die jemenitischen Parteien müssen miteinander reden. Andere sollten sich da nicht einmischen. Verhandlungen zwischen dem Jemen und dem Ausland brauchen wir keine. Auch keine Verhandlungen zwischen anderen Ländern außerhalb des Jemens. Das Ausland sollte keine Bedingungen für Verhandlungen stellen. Das Ausland sollte den Dialog zwischen den jemenitischen Gruppen ermöglichen und hier zu helfen, dazu sind wir bereit.”

Im Jemen kämpfen Huthi-Rebellen aus dem Norden des Landes gegen sunnitische Milizen und Sicherheitskräfte, die loyal zu dem ins Ausland geflohenen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi stehen. Es wird davon ausgegangen, dass der Iran die Huthis mit Waffen beliefert.

Eine von Saudi-Arabien geführte Koalition arabischer Staaten versucht mit Luftschlägen den weiteren Vormarsch der Huthi-Rebellen im Jemen zu stoppen. Diese hatten in den vergangenen Monaten große Teile des Landes und die Hauptstadt Sanaa unter ihre Kontrolle gebracht und waren Ende März bis in die südjemenitische Hafenstadt Aden vorgestoßen.

In der Nacht war der UN-Sondergesandte für den Jemen, Dschamal Benomar, zurückgetreten. Zuletzt hatte der marokkanische Diplomat auch die Unterstützung der Golfstaaten verloren.