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Möglicherweise erneut Dutzende Menschen im Mittelmeer ertrunken - EU-Kommission sieht "keine schnelle Lösung"

In Süditalien sind wieder zahlreiche Flüchtlinge eingetroffen. Allein an diesem Donnerstag seien fast 900 Menschen gerettet worden, hiess es

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Möglicherweise erneut Dutzende Menschen im Mittelmeer ertrunken - EU-Kommission sieht "keine schnelle Lösung"

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In Süditalien sind wieder zahlreiche Flüchtlinge eingetroffen. Allein an diesem Donnerstag seien fast 900 Menschen gerettet worden, hiess es. Möglicherweise sind bei einem weiteren Schiffsunglück erneut 41 Migranten ums Leben gekommen. Vier Überlebende hätten von ihrem gesunkenen Schiff berichtet.

Die italienische Küstenwache hatte zunächst keine genauen Informationen zu dem möglichen Unglück. Die vier Männer waren Medienberichten zufolge mit einem alten Schlauchboot von Libyen aus gestartet und dann in Seenot geraten. Ein Helikopter entdeckte die Schiffbrüchigen und alarmierte die Einsatzkräfte. Als die Küstenwache
eintraf, war das Boot mit insgesamt 45 Menschen an Bord den Erzählungen der Flüchtlinge zufolge bereits gesunken.

“Wir dachten, dass wir jede Minute sterben werden”, sagt ein Flüchtling aus Syrien, “jedes mal, wenn das Boot schwankte, dachten wir, es würde kentern. Wir hatten Kinder an Bord, aber keiner bewegte sich, um ihnen zu helfen.”

Die EU-Kommission sieht indes keine schnelle Lösung. SIe habe weder das Geld noch die politische Rückendeckung, um ein europäisches Grenzschutzsystem auf den Weg zu bringen, das Such- und Rettungsoperationen durchführen könne, sagte eine Sprecherin in Brüssel.