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"Spiegel" und "Intercept" berichten: US-Drohnenangriffe von Ramstein aus gesteuert

Die Drohnenangriffe der US-Armee auf vermeintliche Terrorziele in Ländern wie Afghanistan oder Somalia – sie werden hauptsächlich vom

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"Spiegel" und "Intercept" berichten: US-Drohnenangriffe von Ramstein aus gesteuert

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Die Drohnenangriffe der US-Armee auf vermeintliche Terrorziele in Ländern wie Afghanistan oder Somalia – sie werden hauptsächlich vom Militärstützpunkt Ramstein in Deutschland aus gesteuert, wie das US-Internetportal The Intercept und der Spiegel:http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ramstein-air-base-us-drohneneinsaetze-aus-deutschland-gesteuert-a-1029264.html berichten.

Die Medien haben laut eigenen Angaben Zugriff auf streng geheime Dokumente aus US-Geheimdienstkreisen, die vom Juli 2012 stammen und detailliert veranschaulichen, wie Washington den “Krieg gegen den Terror” organisiere. Praktisch alle Drohnenangriffe laufen demnach über den Stützpunkt in der Pfalz, auch wenn sie zum Beispiel im Jemen einschlagen. Das Signal, was den Drohnen befehle, was sie tun sollen, werde von Ramstein aus übermittelt, zitieren die Medien einen Amerikaner, der mit dem Militärprogramm vertraut sei und die Dokumente geliefert habe.

Die Angriffe gelten zum Teil als völkerrechtswidrig. Menschenrechtsorganisationen beklagen, dass immer wieder auch Zivilisten ums Leben kommen. Ein Teil der Drohnenangriffe müsste damit laut “Spiegel” nach deutschem Recht geahndet werden und die USA haben sich verpflichtet, sich in Ramstein an die Gesetze der Bundesrepublik zu halten.

Die deutsche Regierung hatte Berichte über die Nutzung der Militärbasis für Drohnenangriffe laut dem Magazin bisher als bloße Behauptungen zurückgewiesen oder gesagt, es gäbe dazu keine gesicherten Erkenntnisse. Wie der Spiegel jetzt schreibt, lagen Berlin jedoch seit Jahren detaillierte Informationen zu Ramstein vor.