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Iranischer Präsident erneuert Kritik an saudischen Luftangriffen auf Jemen

Neue iranische Langstreckenrakete vorgestellt. Obama nicht überrascht über russisch-iranischen Waffendeal.

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Iranischer Präsident erneuert Kritik an saudischen Luftangriffen auf Jemen

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Bei einer Militärparade zum Tag der Streitkräfte in der iranischen Hauptstadt Teheran erneuerte Präsident Hassan Ruhani seine Kritik an Saudi-Arabien: “Was bringt es, unschuldige und unterdrückte Menschen im Jemen zu bombardieren? Welche Ziele verfolgt ihr?”

Meinung

Ich bin überrascht, dass die Russen so lange durchgehalten haben. Es war ihnen nicht verboten, diese Abwehrwaffen zu liefern.

Der Streit zwischen Saudi-Arabien und dem Iran war ausgebrochen, nachdem das sunnitisch geprägte Saudi-Arabien begonnen hatte, Huthi-Rebellen im Jemen zu bombardieren. Die Huthi gehören dem schiitischen Islam an, ebenso wie die Mehrheit der iranischen Bevölkerung.

Kritiker werfen dem Iran vor, die aufständischen Huthi mit Waffen zu versorgen. Zwar unterstützt der Iran die Huthi moralisch, bestreitet jedoch Waffenlieferungen.

Auf der Militärparade präsentierte der Iran auch seine neue Bavar-373-Abwehrrakete, eine Eigenentwicklung. Diese Langstreckenrakete ist eine Alternative zu russischen S-300-Raketen. Der Iran hatte mit Russland einen hunderte Millionen Euro schweren Waffendeal über diese Raketen abgeschlossen, Russland hatte die Lieferung aber mehrere Jahre ausgesetzt. Erst kürzlich hatte Russland angekündigt, die Raketen nun doch auszuliefern.

US-Präsident Barack Obama zeigte sich wenig überrascht von dem Vorstoß Russlands. Er sagte:
“Ich bin überrascht, dass die Russen so lange durchgehalten haben. Es war ihnen nicht verboten, diese Abwehrwaffen zu liefern.”

Obama bestätigt damit die russische Sichtweise auf die UN-Sanktionen. Diese verbieten zwar die Lieferung von Waffen in den Iran. Sie betreffen aber nicht Verträge, die vor Einführung der Sanktionen geschlossen worden sind.