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Nach fremdenfeindlichen Angriffen: Ausländer wollen Südafrika verlassen

Regierungen in Simbabwe und Malawi wollen bei der Rückkehr helfen. Auch Südafrikaner im Ausland fühlen sich bedroht.

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Nach ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Südafrika wollen jetzt offenbar immer mehr Menschen in ihre Heimatländer auswandern. Von den Angriffen, bei denen mindestens vier Menschen gestorben waren, sind unter anderem Staatsbürger aus Simbabwe und Malawi betroffen.

“Viele Simbabwer wollen zurück nach Hause”, sagt der Botschafter von Simbabwe in Südafrika. “Wir arbeiten mit der südafrikanischen Regierung zusammen, um sicherzustellen, dass diese Menschen zurück in ihre Heimat können.”

Nach Angaben der Regierungszeitung “The Herald” aus Simbabwe wollen bis zu 1000 Menschen in das Land zurückkehren.

Am Freitag war die Polizei in Johannesburg noch mit Gummigeschossen gegen die fremdenfeindlichen Angreifer vorgegangen. Am Samstag beruhigte sich die Lage vorerst.

Südafrikas Präsident Jacob Zuma verurteilte die Angriffe, die begonnen hatten, nachdem der Zulu-König Goodwill Zwelithini Ausländer aufgefordert hatte, das Land zu verlassen.

Unterdessen machen sich auch im Ausland lebende Südafrikaner, zum Beispiel in Mosambik, Sorgen. Sie fürchten, Opfer von Racheakten für die Taten ihrer südafrikanischen Landsleute zu werden.