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"Nicht nur eine neue Führungsperson, sondern ein politischer Wandel"

Die Wahlen in Zypern könnten eine historische Chance bedeuten, sagt Meltem Samani im Interview.

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"Nicht nur eine neue Führungsperson, sondern ein politischer Wandel"

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Die Präsidentschaftswahlen im Norden Zyperns könnten eine neue Chance für die geteilte Insel sein, unabhängig davon, wer die Wahlen gewinnt. Das sagt die Historikerin Meltem Samani von der Gesellschaft für historischen Dialog und Forschung im Interview mit Euronews-Korrespondent Bora Bayraktar.

Samani: Die Forderung nach Veränderungen sind bei diesen Wahlen hoch. Wenn ich von Veränderungen spreche, meine ich nicht nur eine neue Führungsperson, sondern einen tatsächlichen Wandel in der Politik. Ich glaube, für die türkischen Zyprer ist es eine Notwendigkeit, dass das Zypernproblem gelöst wird. Die Menschen suchen jemanden, der die Verhandlungen vorantreibt.

Bora Bayraktar: Erwarten Sie, dass die Verhandlungen gleich nach den Wahlen beginnen?

Samani: Den Eindruck habe ich. Das erste Mal in der Geschichte hat ein UN-Sondergesandter für Zypern die Insel besucht und die Bevölkerung mobilisiert. Die Erwartungen sind hoch, dass die Verhandlungen Ende Mai beginnen. Und die zur Wahl stehenden Kandidaten haben angekündigt, dass sie verhandeln wollen.