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Parlamentswahlen in Finnland: Wirtschaftskrise im Nacken

Bei den Parlamentswahlen in Finnland wird ein Regierungswechsel erwartet. Viele der 4,5 Millionen Wahlberechtigten dürften in der Wahlkabine an die

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Parlamentswahlen in Finnland: Wirtschaftskrise im Nacken

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Bei den Parlamentswahlen in Finnland wird ein Regierungswechsel erwartet. Viele der 4,5 Millionen Wahlberechtigten dürften in der Wahlkabine an die Wirtschaftskrise im Land denken und die Regierung von Noch-Ministerpräsident Alexander Stubb abstrafen.

In den Umfragen vorne liegt der frühere IT-Geschäftsmann, Millionär und Chef der sozialliberalen Zentrumspartei, Juha Sipilä. Der gläubige Christ und Abtreibungsgegner könnte demnach 24 Prozent der Stimmen holen und wäre damit auf Koalitionspartner angewiesen. Infrage kommen würde unter anderem die rechtspopulistische Partei “Die Finnen” von Timo Soini. Die EU-Kritiker kommen in den Umfragen auf 16,7 Prozent.

Finnland hat sich von der Wirtschaftskrise 2008 nicht erholt. Landesweit liegt die Arbeitslosigkeit bei neun Prozent – in der Region um die südlich gelegene Stadt Tampere, der Heimat von Nokia, sogar bei 16 Prozent. Der Verkauf der Mobilfunksparte des Unternehmens an Microsoft hat dort Arbeitsplätze gekostet. Aber auch die EU-Sanktionen gegen Russland und der Niedergang der Papierindustrie machen Finnland zu schaffen.