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Finnland will nicht in die Schuldenfalle


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Finnland will nicht in die Schuldenfalle

“Die finnische Situation ist sehr schwierig, und es wird ein Zehn-Jahres-Projekt werden, Finnland zu verändern”, sagte Juha Sipilä mitten in den Wahljubel. Seine Zentrumspartei hat bei der Wahl am Sonntag den Sieg errungen und dürfte 49 der 200 Sitze im Parlament erhalten. “Wir
brauchen Einschnitte, Reformen und Wachstum.”

Erika Jääskeläinen: “Hier läuft gar nicht so viel falsch, wir müssen nur bessere Entscheidungen treffen.”

Heli Wahren: “Ich habe keine großen Sorgen. Aber zu viel Staatsverschuldung gibt Anlass zu ein bisschen Besorgnis. Da müssen wir raus.”

Seit drei Jahren steckt Finnland in der Rezession mit einer Arbeitslosigkeit um neun Prozent, bei einer Staatsverschuldung nahe am Maastricht-Limit wies das Land 2014 ein Haushaltsdefizit von 3,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus – zum erstenmal drüber.

Die Bevölkerung wird immer älter und der Glanz des einstigen Industrie-Flaggschiffs Nokia verblasst, die wichtige Papierindustrie ist in der Digital-Krise. Kommt der Einbruch des Handels mit dem Nachbarn Russland wegen der Sanktionen der Europäischen Union noch dazu.

Anfang Mai soll die neue Regierung stehen. Achtung, Griechenland: Möglich, dass dann auch die zweitstärkste Fraktion im neuen finnischen Parlament mit dabei ist: Die rechtspopulistische Partei “Die Finnen”, früher mal die Wahren Finnen.

Sie lehnen Hilfsprogramme ab. Generalsekretärin der Finnen, Riika Slunga-Poutsalo: “Wir haben in Finnland unsere eigenen Probleme.”

su mit dpa, Reuters

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