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Stichwahl in Nordzypern: Süden hofft auf den Aufbruch

Einen Tag nach der ersten Wahlrunde im türkisch besetzten Nordzypern herrscht in der südlichen, überwiegend griechischen Republik Zypern verhaltener

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Stichwahl in Nordzypern: Süden hofft auf den Aufbruch

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Einen Tag nach der ersten Wahlrunde im türkisch besetzten Nordzypern herrscht in der südlichen, überwiegend griechischen Republik Zypern verhaltener Optimismus.

“Wir sind bereit, mit jeder Person zusammenzuarbeiten, die die türkischen Zyprer als ihren Anführer wählen”, so ein Regierungssprecher der südlichen Republik, “in der Hoffnung, dass die dritte Phase der Gespräche bald beginnen wird und wir mit Kooperation der Türkei die ersehnte Lösung für die Zypern-Frage finden.”

Zwar kommt die jetzt nötige Stichwahl zwischen dem amtierenden Präsidenten Dervis Eroglu und Herausforderer Mustafa Akinci einer Grundsatzentscheidung gleich. “Der Anführer der türkischen Zyprer kann für seine Volksgruppe politische Akzente setzen, entweder im Sinne der griechischen Zyprer, oder Ankaras”, so die Politikanalystin Rallou Papageorgiou. “Akinci würde sich wohl den griechischen Zyprern zuwenden, Eroglu der Türkei.”

Das starke Abschneiden Akincis, nur knapp hinter Amtsinhaber Eroglu, werten viele südliche Bewohner und Beobachter aber als Zeichen für vorhandenen Gesprächswillen in der nördlichen Bevölkerung.

euronews-Reporter Stamatis Giannisis: “Offiziell hat die griechisch-zyprische Seite keine Präferenz für einen der beiden türkischen Kandidaten ausgedrückt. Unter sich glauben viele hier in Nikosia, dass ein Sieg des moderaten Mustafa Akinci ein echter Startschuss wäre und einige grundlegende Fortschritte nach Jahren der Bewegungslosigkeit in der Zypernfrage bringen könnte.”