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Wahlen in Nordzypern: Kopf-an-Kopf-Rennen führt zu Stichwahl

Eine Stichwahl entscheidet über das künftige Oberhaupt der international nicht anerkannten Türkischen Republik Nordzypern. Nach Angaben der

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Wahlen in Nordzypern: Kopf-an-Kopf-Rennen führt zu Stichwahl

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Eine Stichwahl entscheidet über das künftige Oberhaupt der international nicht anerkannten Türkischen Republik Nordzypern.

Meinung

Frieden in Zypern ist nicht zu stoppen

Nach Angaben der Wahlbehörden erzielte keiner der sieben Kandidaten im ersten Durchgang die nötige Mehrheit von 50 Prozent der Stimmen.

Feiern konnte aber Mustafa Akinci, Der Ex-Bürgermeister des türkischen Teils von Nikosia erzielte mit rund 27 Prozent der Stimmen das zweitbeste Ergebnis hinter Amtsinhaber Dervis Eroglu, der auf rund 29 Prozent kam.

Knapp 177.000 Wahlberechtigte waren zum Urnengang aufgerufen, die Wahlbeteiligung lag bei rund 54 Prozent.

Stattfinden soll die Stichwahl am kommenden Sonntag.

“Mustafa Akinci in der Stichwahl gegen Amtsinhaber Derviş Eroğlu – dieser Ausgang wird als eine Botschaft des Volkes für den Wechsel gesehen”, sagte der euronews-Korrespondent in Nikosia. “Endgültig beantwortet wird die Frage nach dem künftigen Oberhaupt Nordzyperns erst in der nächsten Woche.”

Viele Wähler waren mit dem Ergebnis zufrieden:

“Ich gratuliere den Leuten für ihren Mut zum Wechsel. Änderungen setzen Mut voraus. Den haben unsere Leute gezeigt und sie haben es für sich selbst getan. Ich glaube, das Rennen wird auch einen guten Ausgang nehmen.”

“Wir stehen vor guten Tagen. Frieden in Zypern ist nicht zu stoppen.”

Der Wahlsieger in Nordzypern bestimmt den Chefunterhändler für die derzeit ausgesetzten UN-Verhandlungen mit dem griechisch-zyprischen Süden. Ziel ist es, die Teilung der Insel zu überwinden.

Der nordzyprische Außenminister hatte kürzlich gesagt, er erwarte im Mai eine Wiederaufnahme der Gespräche.
Sie sind seit Oktober wegen eines Streits um Gasvorkommen vor Zypern ausgesetzt.

Zypern gehört seit dem 1. Mai 2004 zur Europäischen Union. Das EU-Recht gilt bislang nur im griechisch-zyprischen Süden der Mittelmeerinsel.