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SportAccord-Präsident Vizer auf Konfrontationskurs mit IOC

Sotschi ist Gastgeber der diesjährigen Sportaccord Convention. Der Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2014 steht erneut im Mittelpunkt der

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SportAccord-Präsident Vizer auf Konfrontationskurs mit IOC

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Sotschi ist Gastgeber der diesjährigen Sportaccord Convention. Der Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2014 steht erneut im Mittelpunkt der Sportwelt. Die Veranstaltung bringt die verschiedensten Branchen aus der Sportwelt zusammen.

Der Präsident der Vereinigung internationaler Sportverbände Marius Vizer ging während der Veranstaltung auf Konfrontationskurs mit dem IOC. Vizer warf IOC Chef Thomas Bach unter anderm vor, bei der Reformagenda 2020 die Interessen der Sportverbände nicht berücksichtigt zu haben. Außerdem kritisierte er das mangelnde Vertrauensverhältnis zwischen den Organisationen.

Unser Euronews Korrespondent Joe Allen traf den Präsidenten von Sportaccord zu einem ausführlichen Interview in Sotschi: Herr Präsident Vizer, das war eine ganz erstaunliche Eröffnungsrede die sie gehalten haben. Haben sie dem IOC und Präsident Bach den Krieg erklärt? Warum und warum gerade jetzt?

“Ich habe eine Bortschaft an die Welt des Sports geschickt. Sie war nicht besonders an eine Person oder eine Organisation gerichtet. Ich habe nur die Realität geschildert. Das IOC als die größte Sportorganisation, Einrichtung, oder System, wie immer sie es nennen wollen, will die Rolle des Führers in der Sportwelt übernehmen.
Von uns allen. Wir respektieren den olympischen Gedanken und die Olympischen Spiele. Aber dahinter muss ein echtes System stehen.”
.
Zwischen den Athleten und ihren Olympia-Hoffnungen stehen die Verbände Sind sie Teil des Problems oder der Lösung? Wie sehen sie deren Rolle?

“Ich sage die Realität, weil ich in dieser Familie seit vielen Jahren lebe. Dies ist die Meinung der internationalen Verbände. und ich habe dies an einem Tag zum Ausdruck gebracht damit es alle hören können. Aber anstatt sich sachlich mit der Kritik auseinanderzusetzen, mit dem was wahr ist und was nicht wahr ist, hat das IOC den Druck auf die internationalen Sportverbände erhöht, in einer meiner Meinung nach nicht angemessenen Weise”

Kurz nach Ihrer Rede trat der IAAF aus und viele Verbände, einschließlich der FIFA und der FINA unterzeichneten einen Brief, in dem sie erkärten mit Ihren Kommentaren nicht einverstanden zu sein. Haben Sie auch Unterstützung bekommen? Haben Sie eine solche Reaktion erwartet?

“Ich bin mit der Unterstützung von mir selbst glücklich, weil dass, was ich gesagt habe wahr ist und mich niemand daran hindern kann die Wahrheit zu sagen. Es gibt einen Unterschied im Sport zwischen Menschen, die für den Sport leben und Menschen, die den Sport verlassen haben. Für diejenigen, die den Sport verlassen haben
ist es sehr attraktiv und sehr interessant das System zu verteidigen, weil sie die Vorzüge des Systems genießen und der Einfluß des IOC ist sehr groß Die Frage ist also sehr einfach, wollen wir offen über Probleme reden, oder wollen wir Probleme decken.”

Sie wurden einstimmig wiedergewählt, für vier Jahre, von den erwähnten Verbänden. Was werden Sie tun, wenn mehr Verbände entscheiden dem IAAF zu folgen? Wenn weiter Verbände ihrer Mission nicht folgen werden? Was würde das für sie und Sportaccord bedeuten?

“Ich war Soldat und mein Leben war lang und schwierig bis jetzt und ich habe mir immer verschiedee Strategien. Seien sie sicher, ich bin
für den zweiten und dritten Schritt vorbereitet, nicht nur mit Worten sondern auch mit Strategien und Maßnahmen.”

Sie haben die unglaubliche Summe von 450 Millionen erwähnt, für den neuen TV Kanal des IOC und die immensen Kosten für die Eröffnungs- und Schlussfeier. Ihr Hauptthema mit Bach und dem IOC ist anscheinend vorwiegend Geld.

“ Es geht darum, dass System zu verbessern, durchschaubar zu machen und es fair zu Gunsten des Sports zu machen. Nicht ein System, das sich selbst und eine bestimmte Gruppe von Führungskräften des Sports verteidigt. Das brauchen wir nicht, dass braucht der Sport nicht. Es ist mir egal, wenn einige Angst haben das zu sagen. Wir brauchen keine Sportpäpste. Wir brauchen faire Führer die beispielhaft sind.”