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Baltimore: Neue Proteste nach ungeklärtem Tod eines Schwarzen

Nach dem Tod eines Schwarzen in Polizeigewahrsam ist es zu erneuten Protesten in der US-Metropole Baltimore an der Ostküste gekommen. Hunderte

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Baltimore: Neue Proteste nach ungeklärtem Tod eines Schwarzen

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Nach dem Tod eines Schwarzen in Polizeigewahrsam ist es zu erneuten Protesten in der US-Metropole Baltimore an der Ostküste gekommen.

Meinung

"Er sollte vielleicht im Gefängnis sein, aber am Leben"

Hunderte Menschen versammelten sich zu friedlich verlaufenden Demonstrationen.

Das Justizministerium leitete nach Angaben einer lokalen Zeitung Ermittlungen wegen einer möglichen Verletzung der Bürgerrechte ein.

Die Umstände der Festnahme und des Todes des 25-jährigen Freddie Gray sind nicht eindeutig geklärt.

Zwei Demonstranten in Baltimore sagten:

“Dies ist eine sehr sehr traurige Situation. Wir haben im ganzen Land Probleme und eigentlich wollen wir nur Gerechtigkeit und Frieden.”

“Er ist tot, weil ihn die Polizei weggesperrt hat. Dieser Sache muss auf den Grund gegangen werden, weil er nicht sterben sollte. Er sollte vielleicht im Gefängnis sein, aber am Leben.”

Laut des Obduktionsberichts war Freddie Gray eine Woche nach seiner Festnahme im Krankenhaus an den Folgen einer Rückenmarksverletzung gestorben.

Der Anwalt der Familie des Opfers wirft der Polizei vor, brutal mit Gray umgegangen zu sein. Er sei grundlos festgenommen worden.

Baltimores Bürgermeisterin Stephanie Rawlings-Blake hatte bereits im Oktober
die Polizeiführung auf schwere Missstände wie exzessive Gewaltausübung von
Beamten hingewiesen.

Nach einem Bericht der “Baltimore Sun” haben Gerichte die Stadt nach Zivilklagen über Polizeigewalt zwischen 2011 und 2014 zur Zahlung von über 5,7 Millionen Dollar verurteilt.