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Ukraine: "Klopfende Helme" für mehr Geld und Sicherheit

Das rhythmische Klopfen der Helme ist das sichere Zeichen: Hier streiken Bergleute. In der ukrainischen Hauptstadt Kiew gingen mehrere Hundert Kumpel

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Ukraine: "Klopfende Helme" für mehr Geld und Sicherheit

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Das rhythmische Klopfen der Helme ist das sichere Zeichen: Hier streiken Bergleute. In der ukrainischen Hauptstadt Kiew gingen mehrere Hundert Kumpel auf die Straße – “Schande” rufen sie und dass die Regierung den Bergbau zerstöre.

euronews-Reporter Dmytro Polonsky berichtet: “Die Kumpel fordern eine Entschädigung, die Erhöhung von Gehältern und Subventionen sowie die Entlassung von Energieminister Wolodymyr Demtschyschyn, der bekannt gegeben hatte, dass mindestens drei staatliche Bergwerke geschlossen werden.”

Die ukrainische Wirtschaft liegt am Boden, die Währung Hrywnja ist im Keller, die Inflation steigt seit Monaten.

“Die Sicherheitsbedingungen in den Bergwerken sind schlecht”, sagt ein Kumpel. “Es können keine neuen Geräte angeschafft werden, um Tunnel zu graben und Kohle zu fördern. Wir setzen unser Leben aufs Spiel, damit der Staat Kohle hat und damit wir unsere Familien ernähren können. Wie soll ich meinem vierjährigen Kind erklären, dass ich nichts mehr zu essen kaufen kann?”

Der Konflikt im Osten der Ukraine – einst das Industriezentrum des Landes – hat den Energiesektor schwer getroffen. Schon im Dezember vergangenen Jahres rief Energieminister Demtschyschyn Bevölkerung und Industrie auf, Strom zu sparen.