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220 Flüchtlinge im Mittelmeer vor der libyschen Küste gerettet

Während in Brüssel verhandelt wurde, sind am frühen Morgen wieder 220 Flüchtlinge im Hafen von Catania auf Sizilien an Land gebracht worden.

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220 Flüchtlinge im Mittelmeer vor der libyschen Küste gerettet

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Während in Brüssel verhandelt wurde, sind am frühen Morgen wieder 220 Flüchtlinge im Hafen von Catania auf Sizilien an Land gebracht worden. Ein Kreuzer der italienischen Küstenwache hat die Migranten rund 60 Kilometer vor der libyschen Küste aufgegriffen. Sie waren in zwei Schlauchbooten unterwegs.

Meinung

Bis September könnten wöchentlich etwa 5000 Flüchtlinge Italien erreichen.

Diese 220 Menschen hatten das Glück, lebend gerettet zu werden- doch was passiert mit den vielen weiteren? Nach Schätzungen des italienischen Innenministeriums in Rom könnten bis September wöchentlich etwa 5000 Flüchtlinge Italien erreichen.

Laut Angaben des Flüchtlingshilfswerks der UN haben im vergangenen Jahr fast 220.000 Flüchtlinge das Mittelmeer überquert, mindestens 3500 haben den Versuch mit ihrem Leben bezahlt. Allein in dieser Woche sind nun fast 1000 Menschen gestorben. Die Hoffnung auf ein besseres Leben in Europa fordert viele und immer mehr Opfer

In einer bewegenden Trauerfeier sind unterdessen heute auf Malta 24 Opfer des Flüchtlingsdramas vom vergangenen Wochenende beigesetzt worden. Sie sind die einzigen der rund 800 Opfer, die vor der Küste Libyens geborgen werden konnte. Keiner der Toten konnte identifiziert werden. Nur 28 Menschen wurden in der Nacht zum Sonntag gerettet.