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Armenien: Heiligsprechungsfeier in Eriwan

Vor der Hauptkathedrale in Eriwan in der Südkaukasusrepublik Armenien haben die Heiligsprechungsfeiern stattgefunden. Rund 1,5 Millionen Opfer der

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Armenien: Heiligsprechungsfeier in Eriwan

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Vor der Hauptkathedrale in Eriwan in der Südkaukasusrepublik Armenien haben die Heiligsprechungsfeiern stattgefunden. Rund 1,5 Millionen Opfer der Massaker vor hundert Jahren wurden dabei in den “Märtyrerstand” erhoben.

Überlebender Khosrow Frangyan ist 105 Jahre alt. Er sagt, er kann sich daran erinnern, dass die Nachricht, dass sein Leben bedroht sei, sehr plötzlich kam:
“Ich weiß noch, dass jemand sagte, die Türken kommen, sie bringen uns um. Alle aus unserem Dorf sind geflohen. Wir rannten um unser Leben. Wir versuchten andere christliche Dörfer über der Grenze zu erreichen.” Ihm und seiner Familie gelang es zunächst nach Beirut und dann nach Armenien zu fliehen. Er lebt heute mit seinen Kindern und Enkeln in einem Dorf in der Nähe der armenischen Hauptstadt Eriwan.

Zu Beginn des Ersten Weltkrieges lebten im Osmanischen Reich nach Schätzungen zwischen 2 und 2,5 Millionen Armenier. Nach armenischen Angaben kamen 1,5 Millionen Menschen ums Leben, die Türkei, die den Begriff Völkermord ablehnt, geht von deutlich weniger Toten aus.