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Gedenken an Schlacht um Gallipoli vor 100 Jahren

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan und die Vertreter des britischen Königshauses gedachten in Çanakkale gemeinsam der Schlacht um

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Gedenken an Schlacht um Gallipoli vor 100 Jahren

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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan und die Vertreter des britischen Königshauses gedachten in Çanakkale gemeinsam der Schlacht um Gallipoli. Vor 100 Jahren hatten die Streitkräfte des Osmanischen Reiches in monatelangen Kämpfen die Halbinsel verteidigt.

Prinz Charles erinnerte an die Soldaten der Entente-Mächte, “die aus aus allen Teilen des Commonwealth kamen”, so der britische Thronfolger. “Aus Afrika, Australien, Kanada, Indien, aus dem Mutterland, aus Neuseeland, von entlegenen Inseln. Sie hatten ihre Heimat verlassen und gaben ihr Leben für die Sache.”

Beide Kriegsparteien mussten große Verluste hinnehmen, insgesamt kamen in der Schlacht Hunderttausende ums Leben.

“Çanakkale soll ein Vorbild für alle Länder sein, wenn es darum geht, gemeinsamen Schmerz in ein Werkzeug von Freundschaft, Frieden und Liebe zu verwandeln und nicht neue Animositäten zu stiften. Wir wollen dabei helfen, aus diesem Jahrhundert ein Jahrhundert des Friedens zu machen”, sagte Erdoğan.

Weitere Gedenkveranstaltungen an diesem Samstag

An den Gedenkfeierlichkeiten in Çanakkale nahmen unter anderem auch der irische Präsident Michael D. Higgins, der australische Premierminister Tony Abbott, sein neuseeländischer Amtskollege John Key und sowie Nachfahren von Soldaten teil, die in der Schlacht um Gallipol kämpften.

Die Schlacht begann mit der Invasion am 25. April 1915 und dauerte bis zum 9. Januar des folgenden Jahres. Vor der Landung auf der Halbinsel hatten die Entente-Mächte türkische Stellungen von Schiffen aus beschossen. Das Ziel der Angreifer war, den Seeweg zwischen Ägäis und Schwarzem Meer unter ihre Kontrolle zu bringen und Konstantinopel, das heutige Istanbul, einzunehmen. Die Streitkräfte des Osmanischen Reiches schlugen den Angriff letztlich zurück. Auch der spätere Gründer der türkischen Republik, Mustafa Kemal Atatürk, nahm als Kommandant an der Schlacht teil.

Es war das erste Mal, dass die Türkei am 24. April der Schlacht gedachte. Die Gedenkfeier fiel also auf denselben Tag wie die Zeremonie, mit der in Eriwan an das Massaker an den Armeniern vor 100 Jahren erinnert wurde. In vergangenen Jahren war in der Türkei stets der 18. März der Gedenktag für die Schlacht von Gallipoli. Am 18. März 1915 waren mehrere Kriegsschiffe der Entente-Mächte von osmanischen Stellungen versenkt worden.

An diesem Samstag folgen Gedenkveranstaltungen an den Ehrenmalen für die australischen und neuseeländischen Soldaten, die während der Schlacht fielen.