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Humanitäre Katastrophe im Jemen

Auch nach Einstellung der saudi-arabischen Bombardierungen liefern sich schiitische Huthi-Rebellen weiter heftige Kämpfe mit den Truppen und Milizen von Präsident al-Hadi.

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Humanitäre Katastrophe im Jemen

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Im Jemen liefern sich schiitische Huthi-Rebellen weiter heftige Kämpfe mit den Truppen und Milizen von Präsident al-Hadi. Der mit der Huit-Rebellen verbündete frühere jemenitische Präsident Salih hat unterdessen alle Konfliktparteien in dem Land zur Einstellung der Kämpfe aufgerufen. Er forderte die Rebellen auf, die Entscheidungen des UN-Sicherheitsrates zu akzeptieren und einen politischen Dialog zu starten.

Nach vier Wochen hat die von Saudi-Arabien angeführte arabische Koalition am Dienstag angekündigt, die Bombardierungen von militärischen Zielen einzustellen. Doch das Ende der Bombardierungen bedeutet kein Ende des jemenitischen Bürgerkriegs, der seit September 2014 wieder aufgeflammt ist.

In Aden, einer großen Küstenstadt im Südosten des Landes, toben die Gefechte besonders erbittert, die Menschen dort sitzen fest. Die humanitäre Lage im Land ist katastrophal. Für Krankenwagen gibt es wegen der Seeblockade kein Benzin, die Müllabfuhr fährt nicht mehr, das Gesundheitssystem droht zusammenzubrechen.

Laut UN fielen den Kämpfen in den vergangenen vier Wochen fast 1000 Menschen zum Opfer, 3500 Menschen seien verletzt worden.