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Höchstes US-Gericht berät über Homo-Ehe

In Washington D.C. haben mehrere Hundert Gegner der gleichgeschlechtlichen Ehe demonstriert. Der Anlass ist, dass am Dienstag der Supreme Court über die Homo-Ehe berät.

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Höchstes US-Gericht berät über Homo-Ehe

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In Washington D.C. haben mehrere Hundert Gegner der gleichgeschlechtlichen Ehe demonstriert. Der Anlass ist, dass am Dienstag der Supreme Court über die Homo-Ehe berät. Das höchste US-Gericht hat zu klären, ob das Verbot von Homo-Ehen in einigen US-Staaten gemäß Verfassung überhaupt zulässig ist. Und auch ob Staaten die von anderen Bundesstaaten erlaubten Eheschließungen von schwulen und lesbischen Paaren anerkennen müssen.

Die Gegner der Homo-Ehe sind der Meinung, dass die Tradition geschützt werden muss. “Gott sagt und so steht es auch in der Bibel: Eine Ehe wird von Mann und Frau geschlossen. Der Supreme Court hat kein Recht das neu zu definieren. Es steht nicht einmal in der Verfassung, dass sie das diskutieren dürfen”, erklärt ein Demonstrant.

Joseph Kurtz, der Vorsitzende der amerikanischen katholischen Bischofskonferenz, sagte in seiner Rede: “Wie Papst Franziskus gesagt hat: das Eheleben ist so etwas Schönes und wir müssen das schützen und auch unsere Kinder behüten.”

Das Ehe-Recht in den USA ist den einzelnen Bundesstaaten vorbehalten, derzeit erlauben 36 Staaten die Ehe zwischen Schwulen und Lesben, 14 verbieten sie. Das für Juni erwartete Urteil soll für alle 50 Staaten gelten.

Unser euronews-Korrespondent in Washington Stefan Grobe kommentiert: “Die Ehetraditionalisten stehen vielleicht auf verlorenem Posten. Die Amerikaner sind mehrheitlich für die gleichgeschlechtliche Ehe. Auch viele Gerichtsurteile haben ihr zugunsten entschieden und der Supreme Court tut wahrscheinlich dasselbe.”