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Blutige Proteste in Burundi: Aktivist festgenommen

In Burundi ist nach blutigen Protesten gegen eine dritte Amtszeit des Präsidenten Pierre Nkurunziza ein Anführer der Regierungsgegner festgenommen

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In Burundi ist nach blutigen Protesten gegen eine dritte Amtszeit des Präsidenten Pierre Nkurunziza ein Anführer der Regierungsgegner festgenommen worden. Pierre Claver Mbonimpa, Vorsitzender einer Menschenrechtsorganisation, wurde Beobachtern zufolge inhaftiert, nachdem er am Montag ein Radio-Interview gegeben hatte. Polizisten sollen ihn geschlagen und getreten haben.

Die Regierung hatte die Proteste verboten. In der Hauptstadt Bujumbura wurden nach Berichten der Nachrichtenagentur AFP etwa 1000 junge Demonstranten von der Polizei auseinandergetrieben. Anschließend habe diese versucht, die Protestler zu verhaften.

Laut UN sind mehr als 15.000 Menschen aus Angst vor Gewalt bereits ins Nachbarland Ruanda geflohen. Nach dem bekannt geworden war, dass Präsident Pierre Nkurunziza eine dritte Amtszeit anstrebt, waren Auseinandersetzungen befürchtet worden. Am Samstag wurde er offiziell zum Kandidaten gekürt. Die Proteste in der Hauptstadt Bujumbura eskalierten. Augenzeugen zufolge wurden mindestens zwei Demonstranten getötet. Laut Opposition verstößt ein drittes Mandat gegen die Verfassung und das Friedensabkommen von Arusha 2005, das den Bürgerkrieg zwischen Hutus und Tutsis beendete.