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Erdbeben in Nepal: Zahl der Todesopfer erhöht sich auf fast 4000 - Ausmaß der Katastrophe noch nicht abzuschätzen

Gorkha, zwischen China und Kathmandu gelegen, ist einer der Distrikte, die am schlimmsten von dem Erdbeben in Nepal betroffen sind. Zwei Tage danach

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Erdbeben in Nepal: Zahl der Todesopfer erhöht sich auf fast 4000 - Ausmaß der Katastrophe noch nicht abzuschätzen

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Gorkha, zwischen China und Kathmandu gelegen, ist einer der Distrikte, die am schlimmsten von dem Erdbeben in Nepal betroffen sind. Zwei Tage danach wird die Zahl der Opfer weiterhin regelmäßig nach oben korrigiert. Von fast 4000 Toten allein in Nepal ist die Rede. Allein in der Hauptstadt Kathmandu gab es nach bisherigem Stand über 1000 Todesopfer.

Meinung

Die Zahl der Toten erscheint mir angesichts der Stärke des Erdbebens zu wenig.

Während dort internationale Helfer vor Ort sind, sind entlegenere Regionen noch immer von der Hilfe abgeschnitten. Doch auch in Kathmandu klagen die Rettungskräfte im Wettlauf gegen die Zeit über mangelnde Ausrüstung. Zudem brauche es dringend Baugerüste, Bulldozer und Kräne, so der Arbeitsminister.

Mehrere zehntausend Menschen haben ihre Häuser verloren. Aus Angst vor weiteren Beben bleiben selbst die, die noch ein Heim haben, im Freien. Es fehlt an Wasser, Essen, Elektrizität.

Earthquake in Nepal and main aftershocks

Full screen(Source: USGS)

Nepal sei auf solche Erdbeben sehr schlecht vorbereitet, so Hari Kumar, Südasien-Koordinator der Hilfsorganisation “GeoHazards International”. Zudem sei Kathmandu dicht besiedelt. Das Ausmaß der Katastrophe sei also längst nicht erfasst: “Das Kathmandutal ist eine Region mit sehr sandigem Boden, sodass Erschütterungen verstärkt werden. Die Zahl der Toten erscheint mir angesichts der Stärke des Erdbebens zu wenig. Genaueres werden wir erst in den nächsten Tagen wissen.”

Die Zahl der Verletzten geht nach dem Beben der Stärke 7,8 ebenfalls in die Tausende. Krankenhäuser sind überfüllt. Weil es Stromausfälle gibt, fallen Maschinen aus. Opfer werden in Zelten und am Straßenrand behandelt. Pfleger berichten, dass sie ihre Arbeit wegen weiterer Erschütterungen unterbrechen mussten.