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Torrelago: Ein spanisches Viertel wird energieeffizient gemacht

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Torrelago: Ein spanisches Viertel wird energieeffizient gemacht

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Auf den ersten Blick deutet nichts auf besonders umweltbewusstes Bauen hin. Doch hinter den etwas in die Jahre gekommenen Ziegelsteinfassaden des

Auf den ersten Blick deutet nichts auf besonders umweltbewusstes Bauen hin. Doch hinter den etwas in die Jahre gekommenen Ziegelsteinfassaden des Torrelago-Viertels im spanischen Laguna de Duero bei Valladolid ist eine sanfte Revolution im Gang. Das Viertel wird im Zuge umfangreicher Renovierungsarbeiten energieeffizient gemacht, mit deutlicher Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen bei gleichzeitiger Erhöhung des Anteils an erneuerbaren Energien.

Ali Vasallo, Projektkoordinator CITyFiED: “Von den 31 Gebäuden im Stadtviertel Torrelago wurden bereits sieben rehabilitiert und deren Fassaden neue isoliert. Dadurch hat sich auch der Wohnkomfort deutlich verbessert. Außerdem konnte der Energiebedarf um 40 Prozent gesenkt werden.”

Die Renovierung findet im Rahmen eines von der EU geförderten und auf fünf Jahre angelegten Projekts namens CITyFiED statt. Der Schwerpunkt liegt in Torrelago auf der Verbesserung des Heiz- und Warmwassersystems. Gasboiler werden durch Biogas-Brenner ersetzt. Die Schaffung eines intelligenten Energie- und Stromnetzes gehört ebenfalls dazu.

Javier Martín Sanz, Veolia: “Unser Heizsystem wird mit einer gemischten Energie-Zufuhr versorgt: In Zukunft werden es 80 Prozent Biomasse, 20% Erdgas sein. Das System hat eine Absicherung, falls Engpässe bei der Energieversorgung auftreten, können wir Energie auch auf Erdgas umsteigen. Diese Mischproduktion reduziert die CO2-Emissionen bereits um mehr als 70%.”

Ziel des europäischen Projekts ist, energieeffiziente Strategien für die Zukunft zu entwickeln und anderen europäischen Städten als Vorbild zur Nachahmung zu dienen. Klingt vielversprechend. Das Projekt stieß dennoch auf den Widerstand einiger Anwohner, die sich nicht ausreichend über die Renovierungsarbeiten informiert fühlten und die Qualität der eingesetzten Materialien bemängelten.