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Hunderte Nationalgardisten sichern nach Unruhen Baltimore

In Baltimore im US-Staat Maryland ist nach nächtlichen Ausschreitungen die Nationalgarde eingerückt und hat die Situation unter Kontrolle gebracht

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Hunderte Nationalgardisten sichern nach Unruhen Baltimore

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In Baltimore im US-Staat Maryland ist nach nächtlichen Ausschreitungen die Nationalgarde eingerückt und hat die Situation unter Kontrolle gebracht. In der Nacht waren Autos in Brand gesetzt, Scheiben eingeworfen und Geschäfte geplündert worden. Ein 25-jähriger Schwarzer, Freddie Gray, war in Polizeigewahrsam unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommen. Ein vermummter Schwarzer sagt: “Das ist kein Krieg. Wir wollen Frieden. Aber ihr nehmt uns immer alles weg, und jetzt nehmen wir euch alles weg. Wir haben auch Rechte.”

Meinung

Ich will Gerechtigkeit für meinen Sohn, aber doch nicht so.

Die Familie des in Polizeigewahrsam verstorbenen Freddie Gray bat die Randalierer darum, sich friedlich zu verhalten. Grays Mutter meinte unter Tränen: “Ich will Gerechtigkeit für meinen Sohn, aber doch nicht so. Macht doch nicht die ganze Stadt kaputt. Das ist nicht in Ordnung.”

Der Gouverneur des Staates Maryland, Larry Hogan, verhängte den Notstand. Er sagte: “Viele der Unruhestifter sind von außerhalb der Stadt gekommen. Banden und junge Leute, die einfach nur Unruhe stiften wollten. Das hat nichts mit den Menschen zu tun, die friedlich demonstriert haben. Das ist traurig.”

Freddy Gray war am 12. April festgenommen worden. Nach Polizeiangaben fiel er in ein Koma und verstarb am 19. April im Krankenhaus. Es folgten zunächst friedliche Protestaktionen in Baltimore, bis es nach Grays Beerdigung am Montag zu den Ausschreitungen kam.