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Hilfsorganisation "Handicap International": Einsatz in Nepal

Wir sprechen mit Sarah Blin, der Direktorin der französischen Hilfsorganisation “Handicap International”. Sie ist in Kathmandu. Euronews: “Wie sieht

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Hilfsorganisation "Handicap International": Einsatz in Nepal

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Wir sprechen mit Sarah Blin, der Direktorin der französischen Hilfsorganisation “Handicap International”. Sie ist in Kathmandu.

Euronews: “Wie sieht es in den Straßen dort aus?”

Sarah Blin: “Für die Obdachlosen sind Lager aufgebaut worden. Das heißt Zelte wurden aufgestellt. Teilweise sind das Planen, die über Bambusstäbe gespannt wurden. Leider hat es heute geregnet. Einige Zelte sind unter der Last des Wassers zusammengebrochen. Es gibt keine Sanitäranlagen. Jedes Lager ist anders organisiert. An den Straßenrändern sind auch viele Zelte aufgestellt. Ich habe am Nachmittag Menschen gesehen, die mit Plastikplanen über dem Kopf im Wasser gewatet sind.”

Euronews: “Sie waren ja schon vor Ort. Somit war Ihre Hilfsorganisation eine der ersten, die im Einsatz war. Sie sind immer nach Katastrophen und in Kriegen im Einsatz, um sich um die Verletzten zu kümmern. Was machen Sie hier in Nepal?”

Sarah Blin: “Unser erster Einsatz hat drei Stunden nach dem Beben begonnen. Und zwar in dem Krankenhaus, das in der Nähe unseres Büros liegt. Wir haben uns um die Traumapatienten gekümmert. Nach der Operation muss man sich um den Patienten kümmern. Das haben wir übernommen. Wir haben das nötige Material. Die Patienten müssen stabilisiert werden. Jetzt wird “Handicap International” sich in die ländlichen Gebiete begeben. Dort ist im Moment nämlich noch keine Hilfe hingekommen, denn diese Regionen sind schwer zu erreichen. Wir hoffen also, ab morgen dort im Einsatz zu sein.”