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Burundi: Opposition ringt um Verfassung

Nach heftigen Auseinandersetzung im ostafrikanischen Burundi bleibt die Lage weiter gespannt. Erneut marschierten Tausende durch die Hauptstadt

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Burundi: Opposition ringt um Verfassung

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Nach heftigen Auseinandersetzung im ostafrikanischen Burundi bleibt die Lage weiter gespannt. Erneut marschierten Tausende durch die Hauptstadt Bujumbura. Augenzeugen zufolge setzt die Polizei immer wieder Tränengas ein. Am Wochenende waren die Proteste in blutige Unruhen umgeschlagen, bei denen mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen sind. 20 seien verletzt worden, so die Behörden.

Die Opposition des Landes will Staatspräsident Nkurunziza davon abbringen, bei den nächsten Wahlen im Juni erneut zu kandidieren.

Oppositionsführer Agathon Rwasa gibt sich empört: “Die Verfassung gibt uns das Recht zu demonstrieren, sie sieht aber keine dritte Amtszeit vor. Wenn der Präsident diese anstrebt, fürchten wir um den Fortbestand unserer Gesetzgebung, sie wird dann außer Kraft gesetzt. Die Regierungspartei darf sich hier nicht durchsetzen können, sonst ist unser Land in Zukunft ihrem Willen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.”

Die Opposition sieht eine weitere Amtszeit auch als Verstoß gegen das Friedensabkommen von Arusha. Mit dem Abkommen wurde 2005 der langjährige Bürgerkrieg zwischen den Volksgruppen Hutus und Tutsis beendet, in dem nach Schätzungen 300 000 Menschen getötet worden waren.