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Britische Wahlen: Ed Miliband, der Herausforderer

Er will es wissen: Edward Samuel Miliband, besser bekannt als Ed Miliband, will britischer Premier werden und den konservativen Tory David Cameron

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Britische Wahlen: Ed Miliband, der Herausforderer

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Er will es wissen: Edward Samuel Miliband, besser bekannt als Ed Miliband, will britischer Premier werden und den konservativen Tory David Cameron ablösen. Mit seinen 45 Jahren ist Miliband der Hoffnungsträger der Labour-Party.

Meinung

Das Defizit wird jährlich gesenkt.

Mit einem Programm, das Steuersenkungen verspricht, einen besseren öffentlichen Dienst, mehr Unterstützung für Arbeitnehmer will es “Ed the red”, wie Miliband wegen seiner linken Einstellung einst genannt wurde, in die Downing Street 10 schaffen.

Miliband: “Alles in unserem Programm ist fundiert. Das Defizit wird jährlich gesenkt. Ich biete dieses Manifest als Beweis. Einen besseren Plan für eine bessere Zukunft unseres Landes.”

Es war einmal: David Miliband
Es gab einmal eine Zeit, da assoziierte man den Name Miliband vor allem mit dem Vornamen David. Das ist der ältere Bruder von Ed. David Miliband war für Tony Blair tätig und diente dann im Kabinett Gordon Browns als Außenminster. 2010 bewarb er sich um den Posten des Labour-Chefs – um den sich auch Ed bewarb. Und entgegen den Erwartungen setzte sich der jüngere Bruder knapp gegen den älteren durch. David Miliband zog sich zunächst aus der ersten Riege der Partei, später dann ganz aus der Politik zurück. Inzwischen arbeitet er in den USA. Das Verhältnis der Brüder gilt als schwierig. Ed machte sich nach seiner Wahl daran, die Regierung wieder in Labourhände zu holen.

Miliband sagte damals: “Ich weiß, dass wir Vertrauen verloren haben. Wir haben den Kontakt zu den Menschen verloren. Ich weiß, dass wir uns ändern müssen. Heute hat eine neue Generation die Verantwortung für Labour übernommen.”

Teil von Milibands Strategie ist es, Themenfelder der Tories zu besetzen. 2011 etwa erlebte Großbritannien eine Reihe an gewalttätigen Ausschreitungen, nachdem Polizisten einen Zuwanderer erschossen hatten. Miliband fuhr nach Manchester, dankte den Freiwilligen, die die Stadt aufräumten und brachte die tiefliegenden Ursachen der Ausschreitungen zur Sprache.

Kann er’s alleine?
Am 7. Mai wird sich zeigen, ob Miliband und Labour es im Falle eines Wahlsiegs schaffen, alleine zu regieren oder ob sie dazu womöglich einen Koalitionspartner brauchen. Und wenn ja, wer könnte das sein? Die schottische sozialdemokratisch-nationalistische SNP von Nicola Sturgeon hat bereits ihren Willen zu einer möglichen Allianz signalisiert. Der SNP geht es darum, die Konservativen zu vertreiben, die sich so vehement gegen die von der SNP angestrebte schottische Unabhängigkeit aussprechen. Miliband hat die Avancen aus dem Norden zurückgewiesen. Aber bekanntlich sieht die Welt für Politiker vor den Wahlen ganz anders aus als danach.

Hier gelangen Sie zum Wahlprogramm der Partei
Hier gelangen Sie zur Website der Labour-Party

Portrait Milibands im Youtube-Kanal der Labour-Party.

Miliband in einer Fernsehdebatte.

Miliband erklärt das “Manifest” der Partei