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US-Konsumenten bleiben auf dem Sofa sitzen - Wachstum bricht ein

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US-Konsumenten bleiben auf dem Sofa sitzen - Wachstum bricht ein

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Das US-Wirtschaftswachstum ist im ersten Quartal stärker eingebrochen als erwartet – unwirtliches Wetter dämpfte die Konsumlaune und Energieunternehmen kämpften mit niedrigen Preisen, heißt sie investierten weniger (23,1 Prozent geringere Ausgaben für “Nichtwohnbauten” im Jahresvergleich, darunter 48,7 Prozent weniger für “Bergbau, Exploration, Schächte und Brunnen”). Es gibt aber Anzeichen eines neuen Anlaufs.

Das Bruttoinlandsprodukt wuchs mit ganzen 0,2 Prozent Jahresrate, so das US-Handelsministerium. Im vierten Quartal 2014 waren 2,2 Prozent als Tempo vorgelegt worden – und das schon die schwächste Leistung in einem Jahr.

Auch der starke Dollar und ein lang schwelender und jetzt gelöster Arbeitskampf in den Häfen der Westküste hätten Wachstum gekostet, so die Regierung.

Volkswirte (von Reuters befragt) hatten 1,0 Prozent Plus erwartet. Nach ihrer Meinung könnte der starke Dollar dieses Jahr 0,6 Prozentpunkte Wachstum kosten.

Statt die geringeren Ausgaben für Sprit und Heizung in Konsum umzusetzen, blieben viele Amerikaner offenbar auf dem Sofa sitzen und sparten, während es draußen stürmte – 662 Milliarden Euro, 20 Prozent mehr als im Schlussquartal 2014. Dafür kappten sie das Konsumwachstum um mehr als die Hälfte, von 4,4 auf 1,9 Prozent. Der Konsum macht mehr als zwei Drittel der US-Wirtschaft aus.

su mit Reuters